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Christian Horst: „Ich will nochmal angreifen“

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Von wegen Sturzflug: Die Formkurve von Göttingens Innenverteidiger Christian Horst (Mitte), der hier von Rehdens Mehmet Koc unsanft gestoppt wird, zeigt steil nach oben. Am Sonntag erwartet der RSV 05 um Patric Förtsch (li.) den VfB Oldenburg. Foto: Jelinek

Göttingen. Sicherlich, das torlose Remis am Samstag gegen den VfV Hildesheim hakten die Oberliga-Fußballer des RSV Göttingen 05 eher unter der Rubrik „Enttäuschung“ ab.

Aber immerhin baute der Aufsteiger seine Serie an ungeschlagenen Spielen auf vier Partien aus. Was vor allem daran liegt, dass die Defensive der Schwarz-Gelben immer besser funktioniert. „Wir halten zusammen und funktionieren als Mannschaft. Deshalb sind wir so schwer zu schlagen“, sagt Abwehrspieler Christian Horst.

Der Innenverteidiger steht für den aktuellen Aufschwung beim Aufsteiger, bei dem in der vergangenen Landesliga-Meistersaison die Offensivkräfte um Torjäger Özkan Beyazit (36 Treffer) im Fokus standen. Doch 05-Trainer Jozo Brinkwerth weiß ganz genau, was er an Christian Horst hat. „Er ist noch ein ganz junger Spieler, der aber mit seinen 21 Jahren schon wie ein Routinier spielt. Christian ist extrem schnell, mit einer guten Ballbehandlung, verfügt über eine hohe Passgenauigkeit und besticht durch ein überragendes Zweikampfverhalten. Er ist zudem immer darum bemüht, mit fairen Mitteln auszukommen. Wir sind froh, dass wir ihn haben.“

Anfrage vom TSV Havelse

In den zurückliegenden drei Partien mit zwei Siegen und einem Remis kassierten die Schwarz-Gelben nur ein Gegentor. Kein Wunder deshalb, dass der 05-Coach Horst und seine Nebenleute derzeit über alle Maßen lobt. „Mit Dennis Koch im Tor, Innenverteidiger Julian Keseling und Patric Förtsch im Mittelfeld bildet Christian unser magisches Defensiv-Quartett.“ Einzig vor dem Tor des Gegners müsse Horst noch zulegen. „Bei Standardsituationen muss er noch mehr Torgefahr ausstrahlen. Aber daran arbeiten wir, die Saison ist ja noch lang“, beschwichtigt Göttingens Trainer.

Horsts Qualitäten sind auch der Konkurrenz nicht entgangen. In der Sommerpause startete der Regionalligist TSV Havelse eine Anfrage, bekam von dem 21-Jährigen aber eine Abfuhr. Vorerst habe seine Ausbildung an der Polizei-Akademie Priorität. Nach dem Abschluss im Sommer 2012 entsteht aber eine neue Situation.

„Ich will bei einem höherklassigen Verein noch einmal angreifen“, sagt der Kommissar-Anwärter, der einen Vereinswechsel in der Region ausschließt, auch wenn die Trainingsbedingungen bei 05 alles andere als optimal seien. „Wir haben eine hohe Qualität im Kader und wir haben die besten Fans der Oberliga.“

Optimal ist auch das, was der RSV 05 aus seinen schmalen finanziellen Mitteln macht. Denn die Tatsache, dass der Klub eben nicht über die großen Einzelspieler verfügt, zeichnet den Aufsteiger aus - und schweißt zusammen. Seinen Nebenmann Julian Keseling kennt Horst schon aus gemeinsamen Nörtener Jugendjahren. Beide verbrachten den vergangenen Sommerurlaub in Kroatien - und verpassten dadurch das Vorbereitungsspiel gegen ihren Stammverein SSV Nörten. „Man kann halt nicht alles haben“, sagt Horst. Der Klassenerhalt am Saisonende soll es aber schon sein. „Den werden wir schaffen. Da bin ich mir sicher.“

Von Ralf Walle

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