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RSV Göttingen 05 wird immer mehr zum Fan-Magneten

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Fast wie beim Karneval: Zum Spielbeginn flogen die schwarz-gelben Papierrollen aus dem Fan-Pulk. Auf seine eingefleischten Anhänger können sich die 05er noch immer verlassen. Foto: Jelinek
Fast wie beim Karneval: Zum Spielbeginn flogen die schwarz-gelben Papierrollen aus dem Fan-Pulk. Auf seine eingefleischten Anhänger können sich die 05er noch immer verlassen. Foto: Jelinek

Göttingen. 1791 zahlende Zuschauer, dazu noch einmal 748 Schüler, die im Vorfeld des Spiels in der Fußball-Oberliga zwischen dem RSV Göttingen 05 und Lupo Martini Wolfsburg Freikarten erhalten haben.

Das Jahnstadion gab am Sonntag so mit rund 2500 Zuschauern wieder einmal eine stattliche Kulisse ab –im Übrigen die bisher größte seit dem Aufstieg der Göttinger im Jahre 2011/2012.

Damit war auch der Zuschauerrekord aus dem ersten Oberligajahr, der bei 1252 Fußballfans lag, bereits im vierten Heimspiel dieser noch jungen Saison gebrochen. Der RSV 05 trägt indes seinen Teil durch hervorragende sportliche Leistungen und dem derzeitigen Tabellenplatz zwei hinter Braunschweig II bei, dass die  Zuschauer wieder ins Jahnstadion strömen.

Uerdingen als Maßstab

„Sicherlich hat zu diesem sehr guten Besucherschnitt auch die PR im Vorfeld beigetragen“, sagt Michael Wucherpfennig, Vorsitzender des RSV 05-Businessklubs und Präsident des neu gegründeten 1. SC Göttingen 05. Keine Frage, dass sich Wucherpfennig über eine solch große Resonanz freut. Doch legt er den Maßstab unter anderem beim KFC Uerdingen 05 an. „Der ehemalige Bundesligist spielt in der niederrheinischen Oberliga und hat bei Spitzenspielen bis zu 3500 Zuschauern. Das zeigt mir, dass solche Zahlen auch in der fünften Liga durchaus machbar sind.“

405 Zuschauer zum Saisonauftakt gegen Heeslingen, 525 gegen Egestorf, 976 gegen Holthausen Biene und nun 1791 gegen Wolfsburg. Der RSV Göttingen 05 erweist sich zweifellos als Zuschauermagnet. Dabei verkennt Wucherpfennig aber nicht, dass zu Spielen gegen die sogenannten Namenlosen wie Drochtersen, nächster Heimgegner der 05er in zwei Wochen, der Verein mit 700 Interessierten zufrieden wäre. Und dann verrät er, was wohl nicht alle unter den eingefleischten 05-Fans gerne hören. „Ein Aufstieg des Nachbarn SVG Göttingen wäre mir sehr lieb, dann hätten wir eine Auswärtsfahrt weniger und das Jahnstadion voll.“ Langfristig soll es aber in die Regionalliga gehen, die Wucherpfennig für Göttingen durchaus machbar hält.

Kooperation trägt Früchte

Das Ziel, in Kooperation mit dem JFV Göttingen Nachwuchsspieler an das Oberligateam heranzuführen, wurde dabei schon in dieser Saison und auch am Ende der vergangenen Saison in die Tat umgesetzt. Thorben Rudolph, Jan-Henrik Matthes, Dennis Zeibig und auch Christoph Meyer sind aus der Stammelf kaum noch wegzudenken. Und mit Yannik Psotta und Christoph Schlieper haben zwei aus dem JFV den Sprung in das Landesligateam des Rivalen SVG geschafft. (gsd)

Von Walter Gleitze

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