Am Ende jubelt die Berliner Hertha

Die Hamburger brauchten nicht nur ihre Füße, um sich die Wildecker Jungs vom Leibe zu halten: Mit der linken Hand hilft ein junger HSVler hier nach. Foto: Walger

Obersuhl. Die U 11-Kicker von Werder Bremen verlieren im Finale des prominent besetzten Hallenfußball-Turniers der SG Wildeck mit 0:3.

Die siebte Auflage des Sonnenhof-Junioren-Cups der SG Wildeck in der Obersuhler Großsporthalle hat gehalten, was man sich von ihr versprochen hatte. Die zahlreichen Zuschauer sahen an beiden Tagen Nachwuchsfußball vom Feinsten und in Hertha BSC Berlins U 11 einen würdigen Sieger.

Im Finale hatte Gegner SV Werder Bremen zwar die erste große Möglichkeit durch seinen agilsten Akteur, Kapitän Fatih Sakine, doch die Treffer erzielten durchweg die Hauptstädter. Der erste ging auf das Konto des besten Torschützen des Turniers, Julius Gottschalk. Er lochte allein am Endrundentag zwölfmal ein.

Die Hansestädter fanden danach nicht mehr so recht ins Spiel. Enes Güntüz und Yannik Mausehund schraubten das Ergebnis für die Hertha auf 3:0 herauf.

Gänzlich ungerupft kam Berlin nicht durchs Turnier: In der Vorrunde hatte es gegen den Hamburger SV ein empfindliches 1:4 gegeben, in der Zwischenrunde folgte ein 3:3 gegen Schalke. Diese Niederlagen hinterließen jedoch keine Spuren.

Besser als die HSV-Profis

Im Gegensatz zu den Profis des HSV hatte der Nachwuchs am Samstag Grund zur Freude. Verlustpunktfrei marschierte er in die Zwischenrunde. Auch tags darauf lief es nicht schlecht, denn im Spiel um Platz drei behielt man gegen Wolfsburg mit 4:3 nach 4:1-Führung die Oberhand.

Nur im Halbfinale hatten die Hamburger gegen Werder Bremen ihren Rhythmus nicht gefunden. Sie zeigten sich vor dem Werder-Kasten zu unentschlossen und unterlagen folgerichtig mit 1:2. In der Gruppenphase hatte man sich 2:2 getrennt.

Das zweite Halbfinale zwischen Berlin und Wolfsburg war von einigen Nickeligkeiten geprägt - hier ließ der bezahlte Fußball grüßen. Letztlich blieb es aber im Rahmen des Erlaubten. Die Herthaner setzten sich dank der Treffer von Yannik Mausehund mit 2:0 durch.

Die beiden heimischen Vertreter in der Endrunde, die SG Wildeck und die JSG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund, nahmen noch kleine Erfolgserlebnisse mit nach Hause. Wildecks Paul Krämer erzielte beim 1:4 gegen Bremen den zwischenzeitlichen Gleichstand. Das gelang Leonhard Weber gegen den HSV ebenfalls. Doch auch diese Partie ging mit 1:4 verloren.

Herleshausens Marcel Berger konnte sich beim 1:9 gegen Berlin und beim 1:8 gegen Wisla Krakau jeweils als Torschütze feiern lassen.

Der FC Schalke 04, nach starken Leistungen im Viertelfinale unglücklich im Elfmeterschießen ausgeschieden, hielt sich im Spiel um Platz fünf gegen Darmstadt 98 schadlos. Die Südhessen hatten im Turnierverlauf mit ihrer großen Effizienz im Abschluss überzeugt.

Bei der Siegerehrung mit Organisator und Bürgermeister Alexander Wirth, der 1. Kreisbeigeordneten Elke Künholz sowie der Hauptsponsorin Anette Leiter vom Sonnenhof gab es ohnehin nur strahlende Gesichter. Zwei kleine Fußballer hatten besonderen Grund zur Freude: Sverre Dittmann vom HSV wurde als bester Feldspieler des Turniers ausgezeichnet, Keno Meyer von Werder Bremen als bester Torwart. Alexander Wirth stellte allen Teilnehmern für 2017 eine Neuauflage des beliebten Sonnenhof-Cups in Aussicht.

Von Thomas Becker

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