Brian Schwechel von den A-Junioren des KSV Hessen hofft auf Berufung

Sein Ziel: U19-Nationalelf

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Zeigt Präsenz: Brian Schwechel, Kapitän der A-Junioren des KSV Hessen Kassel, machte nicht nur wie hier im Spiel gegen Kickers Offenbach durch konstant gute Leistungen auf sich aufmerksam.

Kassel. Die Reihe der heimischen Fußball-Talente, die es in Auswahlmannschaften des DFB schafften, könnte bald um einen Namen reicher sein.

Brian Schwechel von den A-Junioren des KSV Hessen Kassel wurde zum einwöchigen Sichtungslehrgang der U19-Nationalelf von Trainer Christian Wück eingeladen und hofft nach seiner Teilnahme auf die Berufung.

Allerdings mus sich der 18-Jährige nun erst einmal in Geduld über. „Bei der Abschlussbesprechung gab es keine Infos oder Andeutungen dazu. Ich lasse das jetzt auf mich zukommen“, sagt Schwechel. Zumindest bereitete ihm die Woche in der Sportschule Duisburg-Wedau großen Spaß. „Das war eine tolle Sache, auch wenn natürlich ein wenig Druck da ist. Aber ich habe die Einladung als Belohnung für die Arbeit der letzten Jahre gesehen und bin stolz, es dorthin geschafft zu haben.“

Seit 2012 trägt der aus Waldeck-Freienhagen stammende Schwechel das Trikot des KSV Hessen. Trotz Angeboten größerer Klubs hielt er den Löwen die Treue. „Bisher hat alles gut gepasst, und auch mit den Trainern wie Claus Schäfer und Alfons Noja hat es gestimmt. Wir spielen ja immerhin auch Hessenliga“, nennt der Mittelfeldmann Gründe für sein Bleiben.

An die erste Mannschaft der Löwen tastete er sich bereits heran und machte in diesem und dem letzten Jahr die Saisonvorbereitung mit. Im Sommer will Schwechel an der Alten Landesschule Korbach das Abitur ablegen und dann womöglich sportlich durchstarten. Auch dies beim KSV Hessen? „Ich kann es mir gut vorstellen, aber ich weiß es noch nicht.“ Zumal er noch keine Klarheit über die Zeit nach dem Abitur gewonnen habe. „Es ist auch möglich, dass ich studiere. Wenn ja wird es etwas aus dem Bereich Wirtschaft sein.“

Vorbilder, denen er nacheifern könnte, hat Schwechel nicht. Auch nicht seinen Bruder Jan, der früher beim OSC Vellmar spielte und heute für den TSV/FC Korbach aufläuft. „Das ist halt mein Bruder“, sagt Brian achselzuckend und meint es bestimmt nicht abwertend, ehe er doch noch einen Namen nennt: „Toni Kroos finde ich ganz gut.“

Alfons Noja hält große Stücke auf seinen Sechser. „Brian ist nicht nur ein herausragender Fußballer, sondern mit seinem tollen Charakter auch ein Vorbild auf ganzer Linie. Er hebt nicht ab und pflegt einen sehr respektvollen Umgang mit seinen Mitspielern“, sagt der Trainer.

Die bisweilen geäußerte Unterstellung, er sei zu uneigennützig, lässt Schwechel nicht gelten. „Ich könnte manchmal noch zielstrebiger sein. Aber ich bereite Tore eher vor, als sie selbst zu erzielen. Das ist keine Schwäche.“

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