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Sie können doch noch punkten

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Endlich wieder einen Punkt: Umit Tunc (rechts) hat mit der SG Niedermöllrich/ Rhünda ein Erfolgserlebnis gefeiert. Mit im Bild: der Edermünder Patrick Schäfer.  Foto: Haun
Endlich wieder einen Punkt: Umit Tunc (rechts) hat mit der SG Niedermöllrich/ Rhünda ein Erfolgserlebnis gefeiert. Mit im Bild: der Edermünder Patrick Schäfer. Foto: Haun

Niedermöllrich. Sie sind nicht mehr Letzter. Die Fußballer der SG Niedermöllrich/Rhünda aus dem Schwalm-Eder-Kreis haben gepunktet: 2:2 gegen die SG Beisetal. Damit ist Nordhessens erfolglosester Mannschaft, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren 63 von 64 Spielen verlor, aber dennoch Woche für Woche fair dem Leder nachjagte, ein großer Schritt nach vorn in der Kreisliga B 1 gelungen.

„Diese Bestätigung tut uns unheimlich gut. Jetzt haben die Jungs endlich gesehen, dass man belohnt wird, wenn man hart an sich arbeitet“, sagt Oliver Rieck. Der SG-Coach hatte bei seinem Team aus der Nähe von Wabern vor allem im mentalen Bereich angesetzt. Ruhe bewahrt nach vier hohen Niederlagen zu Saisonbeginn. Elemente wie Einsatzwillen, Zweikämpfhärte und eine positive Körpersprache betont. Mit gutem Beispiel gehen Kapitän Björn Otys und der nimmermüde 51-jährige Bernd Otto voran. Abwehrarbeit ist das A und O. Blindes Anrennen verboten. Nadelstiche sollen gesetzt werden.

Und ganz wichtig: „Das Glück ist zurück“, wie Rieck glaubt. So segelte ein Freistoß von Max Ziller aus 40 Metern am Sonntag früh zum 1:0 ins Netz. Selbst zwei Gegentore, ein verschossener Elfmeter und eine Gelb-Rote Karte konnten die SG gegen Beisetal nicht stoppen. Denn der junge Torwart Patrick Urstadt hielt mehrfach glänzend und parierte sogar einen Strafstoß. In Unterzahl nahm Ziller dann sein Herz in die Hand und schloss ein Solo zum 2:2 ab. Dadurch ist der TSV Mardorf nun Letzter. Jubelstürme nach dem Abpfiff hat das in Niedermöllrich aber erst einmal laut Auskunft des Trainers nicht ausgelöst. „Dazu war die Situation nach der langen Durststrecke zu unglaubwürdig. Zum Feiern gab es auch keinen Grund, wir haben keine Meisterschaft gewonnen, sondern nur einen kleinen Sieg gelandet“. Einen Sieg gegen zweieinhalb Jahre Hohn und Spott und für eine bessere Zukunft.

Von Sebastian Schmidt

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