TSV Jühnde 0:6 beim Ex

Rettung in höchster Not: Hemelns Torhüter Florian Kirschner (links) hält hier seinen Kasten auch gegen Dennis Kleinhans sauber. Foto: Braun

Hemeln. Überraschend deutlich gewannen die Fußballer des TSV Hemeln ihr letztes Spiel des Jahres: 6:0 (2:0) gegen den TSV Jühnde. Damit hatte wohl niemand gerechnet.

Fast etwas nachdenklich sammelte Jahn Hemelns Trainer Holger Bode nach dem Erfolg die Fahnenstangen rund um den Platz ein. „Es tut mir schon ein wenig weh, das so zu sehen. Das ist aber wohl ganz normal, wenn man zehn, zwölf Jahre für den Gegner verantwortlich war.“ In der Tat war das erste Aufeinandertreffen nach seinem freiwilligen Abschied in Jühnde eine emotionale Geschichte. Trotzdem musste er feststellen: „Letztlich war der Sieg sogar in der Höhe verdient.“

Beim TSV Jühnde bestritt Steffen Dette seine letzte Partie. Wie er nach dem Schlusspfiff bestätigte, steht er nur noch in absoluten Ausnahmefällen als Spieler zur Verfügung. Seine Aufgabe als Spielertrainer neben Rayk Lebe wird er gar nicht mehr ausüben. Lebe muss beim Tabellenachten der 2. Kreisklasse D mit einer verzwickten Lage zurechtkommen. Neben Dette wird zumindest noch ein weiterer Spieler den TSV verlassen. Angst, in der Rückserie noch in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden, hat Rayk Lebe aber nicht.

Beim 0:6 in Hemeln haderte der Jühnder Spielertrainer mit der Schiedsrichter-Entscheidung, die per Handelfmeter von Torschütze Tim Olesch zum frühen 0:1 führte: „Das war kein Hand. Ich stand genau daneben, der Ball ist unserem Spieler an die Brust gesprungen.“

Das Tor schien Jühnde völlig aus der Fassung zu bringen. Hemeln hätte zur Pause sogar noch höher führen können (Björn Ludewig hatte den zweiten Treffer mit einem sehenswerten Freistoß aus 18 Metern erzielt).

Nach der Halbzeit begann sich Jühnde endlich gegen die Niederlage zu wehren. Der TSV legte nun selbst den Vorwärtsgang ein, schoss durch Dennis Kleinhans einen Freistoß knapp am Tor vorbei, köpfte den Ball an die Querlatte und hatte Pech bei Clemens Bolses Nachschuss. Der TSV Jahn Hemeln präsentierte sich aber bei seinen Kontern extrem effektiv. Wie aus dem Nichts das 3:0, als Olesch im Nachschuss traf. Kaps, Seegers und Kujawski machten den höchsten Saisonsieg für die diesmal absolut cleveren Hemelner perfekt. Die Torfolge: 1:0 Olesch (15./Handelfmeter), 2:0 Ludewig (28.), 3:0 Olesch (60.), 4:0 Kaps (76.), 5:0 Seegers (80.), 6:0 Kujawski (86.).

Von Manuel Brandenstein

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