Höhenflug der SG Escherode/Uschlag: Ricardo Morales hat nach langer Verletzungspause jetzt schon wieder sieben Mal getroffen

Die Zeit des Leidens ist nun vorbei

Hat sich über ein Jahr lang zurückgekämpft: Ricardo Morales. Foto: Brandenstein

Escherode. Es war kein schönes Bild, das sich den Zuschauern in Uschlag an jenem Aprilabend 2014 bot: Ricardo Morales, Mittelfeldspieler der SG Escherode/Uschlag, musste mit einem Wadenbeinbruch 50 Minuten auf dem Platz liegen, ehe er ins Krankenhaus transportiert wurde, Danach fiel er mehr als ein Jahr lang für Trainer Carsten Ernst aus. Seit Saisonbeginn ist der 25-Jährige wieder im Einsatz. Und das erfolgreicher denn je. Seine sieben Saisontore haben der Spielgemeinschaft geholfen, den dritten Tabellenplatz zu erklimmen.

„Es läuft wirklich besser als erwartet“, freut sich Carsten Ernst über den unerwarteten Höhenflug seiner Mannschaft. „Und Ricardos Leistung hat uns bisher sehr geholfen.“ Der gebürtige Escheröder kämpfte sich im vergangenen Frühjahr nach und nach wieder zurück in den Fußballsport.

Sein Arbeitgeber bewies trotz einer Ausfallzeit von elf Wochen großes Verständnis für das Hobby seines Angestellten. „Das und die Tatsache, dass mich hier alle in der Mannschaft immer wieder aufbauten und gut zuredeten, hat bewirkt, dass ich es unbedingt noch einmal schaffen wollte“, erzählt Morales, dessen anfänglichen Gedanken, ganz mit dem Fußball aufzuhören, angesichts dieser Unterstützung schnell vom Tisch gewesen seien.

Körperlich habe er derzeit keine Probleme und auch seine neue Position auf dem Feld habe sich positiv ausgewirkt. Die SG agiert seit Saisonbeginn nur noch mit einer echten Sturmspitze.

Hinter Matthias Pfurr (auch schon sechsmal erfolgreich) spielen Jonas Kördel und Ricardo Morales als sehr offensive Mittelfeld-Akteure auf den Halbpositionen. „Das war eigentlich etwas aus der Not heraus geboren“, erklärt Carsten Ernst. „Nachdem uns Horst Gerwig zu den Heiligenröder Altherren verlassen hat und auch Jannik Schauwecker wegen eines Kreuzbandrisses ausfiel, hatten wir eben kaum noch echte Stürmer.“

Als Nebeneffekt sei das Spielfeldzentrum in der Defensive nun weitaus kompakter. „Wir stehen jetzt deutlich besser und lassen weniger gegnerische Chancen zu“, so Ernst.

In der Offensive legen sich Pfurr, Kördel (zwei Saisontore) und Morales viele Tore gegenseitig auf. Für Ricardo Morales könnte es die erfolgreichste Saison überhaupt werden. Seine sieben Treffer haben ihn bisher auf die dritte Position der Liga-Torschützenliste geführt (hinter den Holtenser Taubert-Brüdern).

So kann es gerne weitergehen.

Von Manuel Brandenstein

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