Fußballkreisliga: Türkgücü erwartet den Tabellendritten Groß Ellershausen

Das zweite Spitzenspiel

Beim 6:2 über die SVG Göttingen II legt hier der dreifache Torschütze Ruslan Wagner (hinten) das Leder quer auf Jakub Swinarski ab, der in der Folge das 4:0 erzielt. Foto: Schröter

Altkreis Münden. Zum zweiten Spitzenspiel in Folge empfängt am Rattwerder der Fußball-Kreisligist SV Türkgücü Münden an diesem Sonntag den SV Groß Ellershausen/Hetjershausen.

Und während der DSC Dransfeld bei Schlusslicht FC SeeBern weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln will, steht Aufsteiger SG Werratal II bei Spitzenreiter TSV Seulingen wohl auf ziemlich verlorenem Posten.

SV Türkgücü Münden – SV Groß Ellershausen/Hetjershausen (Sonntag, 14.30 Uhr, Rattwerder). Als Türkgücü-Trainer Christos Drizis während einer Geschäftsreise in Griechenland die Nachricht von der 1:3-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen Spitzenreiter Seulingen erfuhr, war er alles andere als glücklich. „Wenn ich dabei gewesen wäre, hätte ich zumindest noch Einfluss nehmen können“, ärgert ihn vor allem die Tatsache, dass sich sein Ziel, in dieser Saison zuhause jedes Spiel zu gewinnen, damit in Rauch aufgelöst hat. Umso wichtiger ist es für Drizis, am Sonntag mit einem Sieg in die Erfolgsspur zurückzukehren „und zu zeigen, dass wir eben doch die beste Mannschat sind“.

Da aber wird der Tabellendritte aus Groß Ellershausen sicher ein Wörtschen mitreden wollen. Acht Spiele in Folge blieb das Team von Trainer Matthias Knauf zuletzt ungeschlagen (davon sechs Siege). Die einzige Niederlage gab es zum Saisonauftakt mit dem 1:5 beim SC Eichsfeld. Und am Sonntag würden die Gäste im Falle eines Erfolges an der Drizis-Elf vorbeiziehen und selbst ersten Verfolger der Seulinger werden.

„Das wollen wir mit allen Mitteln verhindern“, sagt der Mündener Coach, der neben dem verletzten Mustafa Senel auch auf die beiden gesperrten Ilhan Özcan und Mustafa Cakmak verzichten muss.

FC SeeBern – DSC Dransfeld (Sonntag, 14.30 Uhr, Sportplatz Bernshausen). „In diesem Spiel zählt für uns nichts anderes als ein Sieg“, setzt DSC-Spielertrainer Benjamin Mielenhausen seine Mannschaft unter Druck.

Tatsächlich könnten die Rollen kaum klarer verteilt sein: Auf der einen Seite der gastgebende Aufsteiger, der bislang als einziges Kreisligateam noch ohne jeden Sieg dasteht und in zehn Partien gerade mal sieben Tore geschossen hat. Und auf der anderen Seite die Dransfelder, die zuletzt beim 5:2-Erfolg über die SVG-Reserve im zweiten Durchgang einen starken Eindruck machten und sich mit einem weiteren Sieg endgültig in der oberen Hälfte festsetzen würden.

Da aber die Personalsituation alles andere als erfreulich ist (hinter allen vier potenziellen Torhütern stehen dicke Fragezeichen und mit Maik Pein (Bänderriss) und Marco Vasiljevic (krank) fallen zwei weitere Spieler definitiv aus), wird das Spiel beim Schlusslicht sicher kein Spaziergang.

TSV Seulingen – SG Werratal II (Sonntag, 14.30 Uhr, Sportplatz Im Weidental). 13 Gegentore allein in den letzten beiden Spielen und kein einziges selbst erzielt – bei dieser erschreckenden Bilanz kann einem für das Spiel beim Spitzenreiter angst und bange werden. Immerhin sind die Seulinger mit 42:16 Treffern bislang die Tormaschine der Kreisliga. „Wir sind zwar krasser Außenseiter, werden aber alles dafür tun, um hinten gut zu stehen und unseren Kasten so lange wie möglich sauber zu halten“, hofft SG-Spielertrainer Sebastian Lehne, die Seulinger trotz der anhaltenden Personalnot ärgern zu können. (per)

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