Nach der deutlichen Derbyniederlage gegen Hönebach ist Rotenburg in Not

Dicke Luft vorm Rotenburger Tor: Solche Situationen wie hier gab es in der ersten Halbzeit zuhauf. SG-Keeper Stefan Wolf hatte alle Hände voll zu tun. Foto: Henkel

Rotenburg. Im Heimspiel unterlag die SG Rotenburg/Lis-penhausen mit einer abstiegsreifen Vorstellung dem Aufsteiger ESV Hönebach mit 1:4 (0:3) und kommt mit dieser Niederlage nicht aus dem Keller der Fußball-Kreisoberliga heraus, während der ESV mit seinem dritten Auswärtssieg in Folge auf den sechsten Tabellenplatz kletterte.

Die Gäste begannen schwungvoll und mit großen Selbstvertrauen. Nach einer weiten Baber-Flanke und einer Brill-Kopfballvorlage brauchte Marcel Katzmann die Kugel nur noch zur 1:0-Führung einschieben (11.). Die SG-Abwehr zeigte weiterhin erchreckend große Lücken, die die Gäste in der 20. Minute im dritten Versuch zur 2:0-Führung nutzten. Die ersten beiden konnte SG-Keeper Stefan Wolf noch vereiteln, doch den Nachschuss von Tim Schwarz musste er passieren lassen. Der ESV spielte erfrischend offensiv und nutzte einige Aussetzer der Platzherren in der Rückwärtsbewegung. So konnte erneut SG-Keeper Wolf nach einem Wollenhaupt-Solo im letzten Moment das 0:3 verhindern (35.).

Eine Minute später wieder ein Abwehrschnitzer der SG, doch Tim Schwarz traf das leere Tor nicht (36.). Bei der Heimelf lief auch weiterhin in der Offensive so gut wie nichts, was den Gästen ihr Angriffsspiel erleichterte. So fiel dann auch das 0:3. Bei einem Konter waren die Gäste mit 3:1 in Überzahl, und Kai Wollenhaupt konnte sich die Ecke aussuchen (42.). Trotzdem hätte die SG kurz vor dem Pausentee den Anschlußtreffer markieren können, doch Jan Ahlers traf nach einem Kanngiesser-Freistoß nur den Pfosten (45.).

Die Rotenburger begannen die zweite Halbzeit zügig, was sich aber als Strohfeuer erwies, denn Hönebach entfachten bald erneut seinen Angriffswirbel. Zuerst setzte Marcel Katzmann nach einer Brill-Flanke einen Kopfball übers Gebälk (49.), dann spielte erneut Katzmann nach einem Konter SG-Keeper Wolf aus, traf aber nur das Außennettz (55.) - bevor das Leder in der 55. Minute zum 0:4 im SG-Kasten einschlug. Wieder nach einem Konter und einer völlig offenen SG-Abwehr wehrte SG-Keeper Wolf zuerst einen strammen Katzmann-Schuss ab, gegen den Nachschuss von Kai Wollenhaupt war er dann aber machtlos (56.). In der 65. Minuten belohnte sich die SG für ihre limitierten Angriffsversuche immerhin mit dem Ehrentreffer. Nach einer Konfusion in der ESV-Abwehr legte Maximilian Weber die Kugel flach in den ESV-Kasten (65.).

Ein Debakel für die Rotenburger gab es nur deswegen nicht, weil die Hönebacher allzu fahrlässig mit ihren Gelegenheiten umgingen.

„Wir haben überhaupt keinen Zugriff zum Spiel bekommen. Die Hönebacher waren immer in Überzahl, giftiger und schneller. Das haben sie richtig gut gemacht“, musste SG-Spielertrainer André Köthe anerkennen, während sein gegenüber Tino Jäger anmerkte: „Wir sind schlampig mit unseren Chancen umgegangen. Es hätte zweistellig ausgehen können. Das leichte Gegentor ärgert mich und war überflüssig.“

SG: Wolf - Möller, Schumacher, Götzke, Kanngiesser (70. Billali), Weber, Krah (74. Shögin), Ahlers (77. Kanngiesser), Trieschmann, Köthe, Hanstein

ESV: N. Katzmann - Leszczynski, Morgun, Mohr, Kreuzberg, Böttcher, Brill (78. Hintzen), Baber (63. Jasiulek), Schwarz, Wollenhaupt, M. Katzmann

Tore: 0:1 M.Katzmann (11.), 0:2 Schwarz (20.), 0:3 Wollenhaupt (42.), 0:4 Wollenhaupt 1:4 Weber (65.)

SR: Felix (Ohethal), Z: 150

Von Burghard Hauptmann

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