Fußball-Kreisoberliga: Punktlose SG Wildeck steht in Hönebach unter Erfolgsdruck

Die Null soll endlich fallen

Ein Bild vom letzten Kräftemessen im April 2015: SG Wildecks zweifacher Torschütze Christian Winter (am Ball) wurde da von Dennis Ehmer (verdeckt) bedrängt. Kevin Adler (SGW) und ESV-Kapitän Tobias Böttcher beobachteten den Zweikampf. Archivfoto:  Ziermann/nh

Hönebach. Auch wenn die Saison noch jung ist, kommt dem Wildecker Derby Der Fußball-Kreisoberliga heute ab 18.30 Uhr zwischen dem gastgebenden ESV Hönebach und der SG Wildeck schon eine besondere Bedeutung zu.

Während der ESV bereits vier Zähler eingesammelt hat, ziert die SGW mit null Punkten das Tabellenende. Hätte Tim Schwarz beim Gastspiel vergangene Woche beim FSV Hohe Luft seinen Alleingang beim Stand von 2:2 erfolgreich abgeschlossen, dann wären es auf Hönebacher Habenseite sogar noch mehr Zähler, ist sich ESV-Trainer Tino Jäger sicher. Für ihn ist es übrigens das erste Wildecker Derby. 

Zwei Sonntagsschüsse läuteten dann die 2:5-Niederlage seines Teams ein - die für den Übungsleiter keinen Beimbruch darstellt. „Die müssen wir wegstecken und Charakter zeigen.“ Er wünscht sich, dass sich sein Team so wie in der vergangenen Saison und den Auftaktspielen dieser Runde präsentiert.

Jägers Zuversicht

Tino Jäger blickt optimistisch aufs Wochenende, das für seine Jungs zwei Aufgaben bereithält. Denn am Sonntag um 19 Uhr geht es - erneut auf eigenem Platz - gegen die starke SG Obergeis/Untergeis.

„Bei unserem kleinen Kader muss jede Position funktionieren und jeder an die Schmerzgrenze gehen“, sagt der Coach - schließlich seien sechs Punkte das erklärte Ziel. Zu Hause müsse man punkten, dann dürfte es am Ende auch reichen, legt er nach.

Das Wildecker Derby hat für seine Kicker einen höheren Stellenwert als andere Spiele. Die Tabellensituation spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Tino Jäger ist vielmehr überzeugt, dass Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.

Die Voraussetzungen, heute mit drei Punkten eine gute Basis für Sonntag zu legen, sind nicht schlecht. Denn personell kann Tino Jäger erstmals aus dem Vollen schöpfen.

Nicht nur deswegen wähnt Wildecks Coach Sandro Mohr die Hönebacher in einer besseren Position. Mit Bauchschmerzen blickt er zurück auf den vergangenen Sonntag: „Wir waren keine sechs Tore schlechter. Wir haben gerade zu Beginn unsere Chancen nicht genutzt, dann aber Moral gezeigt und sind sind noch mal rangekommen.“ Aber der so wichtige Ausgleich wollte einfach nicht fallen, sodass Neuling und zugleich Tabellenführer Steinbach sich mit 6:5 durchsetzen konnte.

Auch wenn der Gegner drei Hessenligaspieler aufgeboten hatte, zählt am Ende nur, was unter dem Strich steht. Und das sind nach dem dritten Auftritt weiterhin null Punkte. „Auch wenn der ESV heiß sein wird, mitnehmen müssen wir auf jeden Fall etwas“, sagt Sandro Mohr.

Clever sein vor dem Tor

Von Anfang gegenhalten, alles raushauen und im Strafraum cleverer agieren - nur so könne die SG Wildeck beim Nachbarn bestehen und sich belohnen, glaubt der Coach. Auch seine Elf muss am Sonntag bei der SG Dittlofrod/Körnbach (18.30 Uhr) erneut ran. Auch von dort soll sie nicht mit leeren Händen heimkehren. Vier Punkte sind das Minimalziel für das Wochenende. „Alles darunter wäre für mich eine Enttäuschung. Der Knoten muss doch endlich platzen“, sagt Sandro Mohr.

Verzichten muss er auf jeden Fall auf den beruflich verhinderten Björn Radloff. Fraglich ist, ob Meik Dickmann und Marco Bode auflaufen können.

Von Thomas Becker

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