SG Rotenburg/Lispenhausen bei der FSG Bebra zu Gast

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Er ist längst eine feste Größe in der Offensive der FSG Bebra: Maher Mahmud, der hier den Ball gegen Weiterodes Sascha Bube behauptet.

Bebra. In diesem Derby steckt immer Brisanz: Am Samstag um 15.30 Uhr empfängt in der Fußball-Kreisoberliga die FSG Bebra auf ihrer Biberkampfbahn den Nachbarn SG Rotenburg/Lispenhausen.

Meist waren es Spitzenspiele, wenn diese Teams sich begegneten. Diesmal ist es ein Abstiegsduell.

Die Gastgeber wollen abends als Sieger auf die bäwersche Kirmes gehen, mit dann 13 Punkten auf dem Konto und der Option, den Blick wieder auf höhere Regionen der Tabelle richten zu dürfen - dorthin, wo sie sich selbst eigentlich erwartet hatten. Gegner SG hat aus acht Spielen erst magere fünf Zähler verbucht und steht unter entsprechend größerem Erfolgsdruck. Das rettende Ufer liegt vier Punkte entfernt und ist selbst durch einen Erfolg in Bebra nicht auf Anhieb zu erreichen. Eine weitere Niederlage würde die Lage weiter verschärfen.

Stimmungsaufheller

„Die Rotenburger wissen, wenn sie in Bebra was holen, wird die Stimmung gleich wieder steigen. Deshalb werden sie alles geben“, sagt Bebras Trainer Andreas Gleim. Alles zu geben, das erwartet er auch von seinen Spielern. Zumal die ohnehin nicht unter dem Verdacht stehen, vorschnell aufzugeben.

Einsatzfreude und Moral haben sie auch bei der 1:3-Niederlage am vergangenen Wochenende bei Aufsteiger SG Mecklar/Meckbach/Reilos gezeigt. Doch das reichte nicht. „Ich war zum ersten Mal richtig niedergeschlagen nach dem Abpfiff“, berichtet Andreas Gleim. An diesem Tag wäre einiges zusammengekommen, was dann zu dem Misserfolg geführt hätte. Zum Beispiel die von ihm gewählte Taktik, die sich als falsch erwiesen hat. „Ich habe fünf Offensive gebracht, damit wir Druck ausüben. Die haben sich die Räume aber selbst eng gemacht“, räumt der FSG-Trainer selbstkritisch ein. Ein Fehler, den er im Derby nicht wiederholen wird, denn er weiß: „Mit Christoph Allendorf, Bekim Mustafi und Mahmud Maher haben wir drei tolle Stürmer, die alle dann ganz stark sind, wenn sie ins Laufen kommen.“ Und dazu brauchen sie Raum.

Erschwerend kam in Meckbach hinzu, dass der Platz hart und holprig war. „Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, haben aber den letzten Pass nicht an den Mann gekriegt.“

Dass die Partie in Ludwigsau hart geführt wurde, hat wohl auch Auswirkungen auf das Derby. „Viele sind angeschlagen. Ich weiß noch nicht, wer auflaufen kann“, sagt Andreas Gleim.

Eine lange Verletztenliste hat auch André Köthe vorzuweisen, der Trainer der SG Rotenburg/Lispenhausen. Aber nicht nur deshalb schiebt er Frust: „Ich kann mich nur wiederholen. Wir müssen endlich über die gesamten 90 Minuten eine gute Leistung bringen. 20, 30 oder 89 gute Minuten reichen nicht, um zu gewinnen.“

Bei der unnötigen 1:2-Heimniederlage gegen die SG Obergeis/Untergeis war die Vorstellung in den ersten 45 Minuten enttäuschend. Die Quittung dafür war das späte zweite Gegentor. das die fünfte Pleite besiegelte.

Vor dem Derby beim Nachbarn sagt André Köthe: „Die Jungs müssen den Schalter jetzt umlegen und ihre Füße in Gang bringen. Sie sind in Bebra auf jeder Position gefordert, das Maximale abzurufen, sonst wird es wieder nichts.“

Zwei Tage später, am Montag, muss seine SG um 15 Uhr beim Titelkandidaten SG Hessen/SpVgg. Hersfeld zum Wiederholungsspiel antreten. „Umso wichtiger wäre es, in Bebra zu gewinnen, um die Köpfe wieder ein bisschen hochzubringen“, meint André Köthe. Wenn das gelingen soll, muss seine Elf aber wieder mehr Torgefahr entwickeln. „Wir sind viel zu harmlos“, sagt der SG-Trainer.

Von Thomas Walger

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