Der SG Wildeck gehen die Torhüter aus

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Ob noch ein Schlussmann auf seinem Blatt steht? Auf dieser Position hat SG Wildecks Trainer Sandro Mohr riesige Probleme.

Rotenburg. Fußball gespielt wird an diesem Wochenende nicht im Kreis Hersfeld-Rotenburg: Wegen des Wetters wurden alle Spiele von Kreisoberliga abwärts abgesetzt. Also auch das Derby zwischen der SG Wildeck und dem ESV Hönebach. SG-Coach Sandro Mohr ist darüber vermutlich nicht allzu böse.

Zurzeit trainiert er mit seiner Mannschaft auf dem B-Platz in Obersuhl. „Wenn ich dort über den A-Platz laufe, dann fühlt sich das an wie ein Sumpfgebiet“, sagt er. Und der Rasen im Obersuhler Stadion ist keineswegs schlechter als der in Richelsdorf, wo das Derby ja angesetzt war.

Außerdem sind ihm die Torhüter ausgegangen. Der Humor ist ihm indes nicht abhanden gekommen: „Ich würde mich ja selbst in den Kasten stellen. Aber ich bin zu klein, ich komme ja nicht mal an die Latte.“

Die Geschichte des Wildecker Torwartschwunds ist allerdings weniger lustig. Fangen wir bei der Nummer 1 der SG an: Alexander van Giersbergen laboriert an einem Achillessehnenabriss und wird vermutlich erst in der nächsten Saison wieder Bälle fangen können. Womit wir bei seinem Ersatzmann Leif Herrmann wären. Er erlitt einen Sehnenabriss im Finger. Der Gips ist in dieser Woche zwar abgekommen, ein Einsatz wäre aber noch viel zu früh gekommen, meint sein Trainer. Zuerst stünde erst einmal Physiotherapie an, damit das Gefühl in den Finger zurückkehrt.

Der dritte Kandidat fürs Tor ist ein Vollblutstürmer, der in seiner Jugendzeit auch zwischen den Pfosten stand und gut halten kann: Steffen Rimbach. Er musste am vergangenen Sonntag in Steinbach ran. Und: brach sich beim Warmmachen den kleinen Finger. Außedem zog er sich dabei noch eine Eckgelenksprengung zu. Nun droht eine Operation.

Steffen Rimbach biss auf die Zähne und stellte sich trotzem zur Verfügung. Nach 20 Minuten nahte die Erlösung in Person von Feldspieler Mathias Klatt, der im Tor nicht fremdelt. Der passionierte Hunderennen-Sportler hatte mit seinen Huskies an der Herbst-Europameisterschaft teilgenommen und war deshalb verspätet in Steinbach eingetroffen. „Also musste ich ihn gleich ins Tor packen“, berichtet Sandro Mohr. Doch am Samstag wäre Klatt verhindert gewesen. Er fährt mit seinen Huskies wieder zu einem Wettkampf.

Der nächste, der Sandro Mohr als Torwartkandidat einfiel, war André Veselcic, natürlich auch ein Feldspieler. Von ihm bekam der Coach am Mittwoch was? Eine Absage natürlich, wegen einer Mandelentzündung. „Aber irgendeiner wird sich schon finden, den ich ins Tor stellen kann“, sagt Sandro Mohr. Aber nun muss ja gar keiner ran ... 

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