Kreisoberliga: Immenhausen und Zierenberg sind der Konkurrenz enteilt

Zwei Teams ziehen einsam ihre Kreise

Der TSV Ersen empfängt am Sonntag Spitzenreiter Immenhausen: Gegen den derzeitigen Tabellenzweiten, TSV Zierenberg, verloren die Gelb-Schwarzen anfang Oktober 2:3. In dieser Szene konnte sich Ersens Jens Rüddenklau gegen zierenbergs Ante Grgic nicht durchsetzen. Foto:  Hofmeister

Vor dem letzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga beleuchten wir anhand der geplanten Paarungen vom Sonntag den bisherigen Saisonverlauf aller Mannschaften. Zum Jahresende sind die beiden Spitzenteams Immenhausen und Zierenberg völlig ungefährdet.

SSV Sand II - TSV Zierenberg. Der Verbandsligareserve war mehr als der zwölfte Platz zugetraut worden. Doch die Becker-Schützlinge spielten zu unbeständig, Coach Uli Becker beklagte öfter die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Tor. Schon seit dem siebten Spieltag stagniert der Unterbau des Verbandsligatabellenführers auf dem zwölften Rang. Das 6:2 im letzten Heimspiel gegen Ersen offenbarte die Fähigkeiten der SSV-Reserve, Titelanwärter Zierenberg sollte gewarnt sein.

Genau wie Immenhausen begann Zierenberg als Dritter und war danach immer Erster oder Zweiter. Das Team um den Top-Torjäger der Liga, Mirko Schlummer (16), hat jedoch zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen müssen und so muss ein Vier-Punkte-Rückstand auf Immenhausen aufgeholt werden. Bei acht Punkten Vorsprung zum Drittplatzierten Dörnberg II ist der Relegationsplatz für die Elf von Trainer Marco Siemers erst einmal nicht in Gefahr, wenn sie ihren kleinen Negativlauf stoppt.

SG Schauenburg II - Dörnberg II. Der Aufsteiger aus Schauenburg schlägt sich beachtlich bisher. Mit fünf Siegen und drei Unentschieden haben die Lila/Weißen schon 18 Zähler auf dem Konto und sollten mit dem Abstieg überhaupt nichts mehr zu tun haben. Zwischendurch waren die Hessler-Schützlinge sogar schon mal Fünfter, dann ging es leicht bergab. Daheim gab die SG-Reserve nur ein Spiel ab und acht Heimspiele, inklusive der Partie gegen Dörnberg II, haben sie noch.

Heimstark ist auch die FSV-Reserve auf ihrem Kunstrasenplatz. Dort konnte noch keine Mannschaft voll punkten, aber schon vier Unentschieden verhinderten, dass die Elf von Trainer Andreas Richter nicht näher an das Spitzenduo herankam. Trotzdem, ein dritter Platz vor der Winterpause, so gut waren die Habichtswälder schon lange nicht mehr. In der Offensive hapert es etwas, nur 24 Treffer reichen nicht für höhere Ansprüche.

SG Reinhardshagen - SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen. 24 Tore in vier Spielen und neun in den restlichen acht Begegnungen. Wenn der SG-Motor auf Hochtouren lief gab es für die Gegner nichts zu lachen. Aber besonders in den letzten vier Spielen, als es drei Niederlagen setzte, hat das Göring-Team den Anschluss an die Spitzengruppe etwas verloren. Die Winterpause kommt an der Weser bestimmt nicht ungelegen. Sie können jedenfalls mit noch zwei Spielen in der Hinterhand im nächsten Jahr wieder angreifen.

Ganz anders ist die Gefühlslage bei den Breunaer Vereinigten. Sie sind richtig gut drauf in den letzten Wochen und Monaten. Nur eines ihrer letzten elf Spiele haben sie verloren. Mit dem dritten Platz ist die Elf von Spielertrainer Marco Wolff schon punktgleich. Zunächst kam der Absteiger in der neuen (alten) Umgebung überhaupt nicht zurecht, aus den ersten vier Partien wurden nur zwei Punkte geholt und deswegen warf Aufstiegstrainer Karsten Käckel auch schon früh das Handtuch. Der Tabellenfünfte würde natürlich gerne spielen am Sonntag.

TuSpo Grebenstein II - SV Balhorn. Die U23 des TuSpo gehört zu den drei Mannschaften, die erst zwölf Spiele bestritten haben. Somit hakt der aktuelle Platz etwas, da ist noch was möglich nach weiter oben für die Schützlinge von Trainerdebütant Robin Göring. Der begann sehr verheißungsvoll und belegte zwischenzeitlich den dritten Rang. Doch die Platzierung ist zweitrangig für Göring, er möchte seine Spieler stetig weiterentwickeln zu einem guten Unterbau für die Grebensteiner Gruppenligamannschaft.

Mit einer Tordifferenz von minus sechs 23 Punkte geholt und damit auf einem sechsten Platz punktgleich mit dem Dritten. Dieses Kunststück hat der SVB vollbracht und dafür gibt es eine Erklärung und diese ist auch eine Seltenheit. Die Distelberger haben alle ihre sieben Sieg mit je einem Tor Unterschied errungen. Die verlorenen Spiele gingen hingegen höher aus. Weil der SV zwei Leistungsträger vor der Saison verlor, ist man mit dem Saisonverlauf bisher zufrieden. Dennoch ist Trainer Jörg Krug nicht mehr an Bord.

FSG Weidelsburg - SG Elbetal. Krug ist jetzt wieder bei der FSG und hat dort bisher eine Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage. Besonders der Erfolg gegen Altenhasungen/Oe./I. sei wichtig gewesen, hebt Krug hervor. Damit hat der Aufsteiger bereits ein Polster von neun Punkten zum Relegationsplatz nach unten. Dem Drittletzten war eigentlich eine bessere Rolle zugetraut worden, deswegen kam es vielleicht auch zum Bruch mit Aufstiegscoach Jürgen Ihlefeld. Seit dem vierten Spieltag krebsen die Vereinigten auf den letzten drei Plätzen herum.

Der SG Elbetal geht es da etwas besser. Das Team aus Elbenberg und Naumburg war zumindest für drei Wochen im einstelligen Tabellenbereich. Die zweitmeisten Gegentore zeigen jedoch auch die Schwächen der Emde-Schützlinge auf. Einmal gab es sieben, zweimal sechs und einmal fünf Gegentore in einem Spiel. Positiv war der Zwischenspurt der Elbetaler vom siebten bis zum neunten Spieltag mit drei Siegen.

In die Partie bei Weidelsburg würde die SG mit nur einem Punkt Vorsprung gehen.

FC Oberelsungen - SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha. Das wäre noch einmal ein ultimativer Kick gegen den Abstieg zwischen beiden Teams. Mit solch einem Niedergang hatte wohl auf beiden Seiten auch niemand gerechnet. Obwohl einen Aderlass hatten sie beim FC als auch bei der SG vor der Saison schon zu verkraften. Für die Elsinger bewahrheitet sich das bekanntlich oft schwere zweite Jahr nach dem Aufstieg. Aber 12 Niederlagen in 13 Spielen sind schon enttäuschend. Da dient der Lob des Gegners nur als schwacher Trost. Der einzige Dreier gelang im Hinspiel gegen die Erpetaler.

Die Vereinigten wirkten allerdings in der Anfangsphase der Saison noch ziemlich orientierungslos. 13 Abgänge musste der neue Trainer Marc Leise kompensieren. Doch in den letzten Spielen unter Leise und danach mit seinem Nachfolger Timo Tripp hat sich die SG gefangen, es fehlt jedoch immer noch der erste Dreier. (zyh)

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