Kreisoberliga: Verfolger Türkgücü empfängt im Spitzenspiel Tabellenführer VfL Kassel

Favoritenrolle Fehlanzeige

Mit vereinten Kräften: Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Türkgücü und dem VfL Kassel spielten die Teams noch in der Gruppenliga. Hier stoppen die VfLer Christoph Pforr (links) und Tom Korth (rechts) den heranstürmenden Enver Gül. Foto: Schachtschneider/nh

Kassel. Ein Spitzenspiel reiht sich in der Fußball-Kreisoberliga an das Nächste: Am 14. Spieltag steht das Topspiel zwischen dem Zweiten SV Türkgücü und dem Ersten VfL Kassel (Sonntag, 15 Uhr, Nordstadtstadion) an. Ein Vergleich der beiden Gruppenliga-Absteiger in fünf Punkten:

1.Das Saisonziel: Nach den unliebsamen Ereignissen in der letzten Saison (Spielabbruch in Weidenhausen mit saftigen Strafen für Spieler und Verantwortliche), gelang es Türkgücü-Trainer Hayri Karahan, den die Vereinsführung ohne Wenn und Aber unterstützt, eine Mannschaft überwiegend mit Jungen unbedarften Spielern zusammenzustellen. „Es gibt weder Druck auf Mannschaft, noch auf mich, unbedingt aufsteigen zu müssen“, sagt Karahan.

Auch in Kirchditmold ging es nach dem Abstieg zunächst darum, einen Kader aus erfahrenen wie auch Nachwuchskräften zusammenzustellen. Nach knapp der Hälfte der Saison scheint es, als wäre dies gelungen. Das Trainergespann Thomas Kunze und Afewerki Andezion setzte die Mannschaft nicht unter den Druck des Gewinnen müssens, vielleicht auch deshalb blühen die Jungen unter Führung von Kapitän Pascal Krauss richtig auf.

2. Die Bilanz: Sechs Spiele, sechs Siege bei 34:10 Toren zeugen von der Heimstärke der Gastgeber. Überragend bei Türkgücü ist Stürmer Serkan Aytemür, der mit 21 Toren an der Spitze der Torjägerliste steht. Überhaupt ging der Gastgeber nur zweimal als Verlierer vom Platz.

Die bisher ungeschlagenen Gäste überzeugten vor allem in den Partien beim BC Sport (6:2) und Lohfelden (2:1), allerdings beendeten sie auch vier Partien nur Unentschieden.

3. Die Situation: Mit einem Erfolg würden die Gastgeber die Tabellenführung, die sie mit der Pleite beim BC Sport verloren hatten, wieder übernehmen. Den Gästen reicht schon ein Remis, um die Spitzenposition zu verteidigen. Bei einem Sieg hätten sie sogar den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters inne.

4.Das Personal: Bei den Nordstädtern sind die jungen Wilden Aytemür (19 Jahre), Cedendo Gutierrez (20), Aaron Bushiri (20) und Mohamed Ghafari (18) leicht angeschlagen. Florian Peter schleppt sich beim VfL mit einer leichten Blessur herum, ansonsten steht bei den Gästen der gesamte Kader zur Verfügung.

5.Die Stimmen: Karahan ist von der Konstanz der Kirchditmolder angetan: „Mich hat die Mannschaft überzeugt, vor allem in den Partien gegen die Gegner, gegen die wir verloren haben. Auch aus diesem Grund ist der VfL als Favorit.“

„Wir wollen ein gutes Spiel gegen einen überraschend starken Gegner abliefern und am Ende auch nach der Partie noch ungeschlagen sein“, sagt Andezion, Teil des Kirchditmolder Trainergespanns.

Von Horst Schmidt

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