5:0-Derbysieg gegen Fortuna – Gäste hadern nach Colluras Platzverweis mit Referee

Türkgücü siegt in Überzahl

Den Ball fest im Blick: Türkgücü-Spieler Mesut Demircan (Mitte) behauptet hier das Leder vor den Fortunen Marcel Ohlendorf (links) und Marcel Collura. Foto: Fischer

Kassel. Der SV Türkgücü ist seiner Favoritenrolle im Nordstadtderby der Fußball-Kreisoberliga gegen Fortuna Kassel vollauf gerecht geworden. Unterm Strich stand ein 5:0 (2:0)-Erfolg.

Schon in den ersten 20 Minuten bestimmten die Türken das Geschehen. Spätestens ab der 24. Minute verbesserten sich ihre Siegchancen deutlich. Denn ab diesem Zeitpunkt musste die Fortuna auch noch in Unterzahl zurechtkommen, nachdem Schiedsrichter Marc-Philipp Auerswald aus Sontra Mittelfeldspieler Marcel Collura vom Platz geschickt hatte.

Was war passiert? Nach einem klaren Foul sah Collura die Gelbe Karte. Mit der Entscheidung des Schiedsrichters war die Nummer 21 der Fortuna aber überhaupt nicht einverstanden und ließ seinen Frust raus: „Ich kriege einen an die Waffel“, sagte der Mittelfeldspieler. Dafür zückte der Unparteiische den Roten Karton: „Diese Gelb-Rote Karte war völlig unnötig. Unser Spieler hat niemanden beleidigt. Der Schiri hätte ihn nicht vom Platz stellen dürfen“, sagte Trainer Marc Segner.

Dezimiert war es dann fast nur noch eine Frage der Zeit, bis die Fortunen das erste Gegentor würden einstecken müssen. Doch der Gastgeber tat sich zunächst etwas schwer. Von Außen kamen praktisch keine Flanken, in der Mitte fanden sich keine Lücken: So kam der SV in der ersten halben Stunde nur zu ungefährlichen Fernschüssen. In der 36. Minute erzielte Gutierrez Cedeno die Führung. Vor der Hälfte erhöhte Halil Karci noch mit einem sehenswerten Freistoß ins obere linke Eck auf 2:0.

Nach 50 Minuten war das Spiel endgültig entschieden, als Serkan Aktemür zum 3:0 traf. Fortan ging es für den Gast nur noch darum, nicht abgekanzelt zu werden. Aber auch das gelang nur zum Teil: Erneut Aktemür (53.) und Aaron Bushiri (86.) besiegelten mit ihren Treffern die 5:0-Packung.

„Nachdem wir ein Mann mehr waren, haben wir die meisten Situationen spielerisch gut gelöst und verdient gewonnen“, bilanzierte SV-Trainer Özkan Özen.

Von Jan-Frederik Wendt

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