Gastgeber schlagen Kirchditmolder im Kreisoberliga-Topduell und sind jetzt Erster

Türkgücü stößt VfL vom Thron

Gewitzt: Häufig versetzte Türkgücüs Özkan Oygur (Mitte) die VfLer wie hier Frederick Bruch (am Boden). Foto: Schachtschneider

Kassel. Unterschiedlicher konnte die Gefühlslage nach dem Spitzenduell der Fußball-Kreisoberliga kaum sein. Hier der überglückliche SV Türkgücü, der mit einem 3:1 (1:1)-Heimerfolg die Tabellenführung übernahm, dort die enttäuschten Gäste vom VfL Kassel, die erstmals verloren und Platz eins abgeben mussten.

In einer hart umkämpften, selten unfairen Partie, die von Schiedsrichter Nico Konrad souverän geleitet wurde, brachte Frederick Bruch den VfL mit einem tollem Distanzschuss in Führung (15.). Den Ausgleich erzielte Onur Elay (32.) per Kopf nach einer Maßflanke von Özkan Oygur.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie. Auch viele Behandlungspausen brachten die Rivalen aus dem Rhythmus. Als es schien, sie würden sich mit dem Remis begnügen, brachte Onur Büyükata nach einer Ecke Türkgücü durch einen Kopfball erneut in Führung (67.).

Der angeschlagen ins Spiel gegangene und kaum in Erscheinung tretende Torjäger Serkan Aytemür sorgte schließlich mit dem 3:1 für die Entscheidung (89.). Wiederum hatte der überragende 39-jährige Oygur aufgelegt.

„Spielerisch waren die Teams auf Augenhöhe. Der Wille hat den Ausschlag für uns gegeben“, erklärte Türkgücü-Trainer Hayri Karahan. Thomas Kunze vom VfL sah es so: „Das 1:2 hat entschieden. Schade, weil wir zuvor noch vor Standards des Gegners gewarnt hatten.“

Für Aufsehen sorgten zwei Szenen. Zunächst korrigierte Türkgücüs Halil Karci eine Entscheidung des Schiedsrichters. Die daraus resultierende Ecke für den VfL köpfte Enes Karakuz an die Latte (7.). Wenig später bekam der VfL einen Einwurf zugesprochen. Zu unrecht, befand VfLer Felix Simon und warf den Ball zu den Gastgebern. Diese waren nicht im Bilde und köpften ihn zur Ecke. Karakuz nahm das Geschenk nicht an und spielte den Ball ins Toraus.

Von Wolfgang Bauscher

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