Was war denn da los? Türkgücüs Serkan Aytemür erlebt Wechselbad der Gefühle

Vier Tore und dann Rot

Musste mit Rot vom Platz: Serkan Aytemür

Kassel. Schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche steht Türkgücü-Stürmer Serkan Aytemür in der Fußball-Kreisoberliga im Mittelpunkt des Geschehens. Er erzielte nicht nur vier Treffer, sondern sah in der Schlussphase des Spiels auch noch die Rote Karte.

Wir fragten: Was war denn da los?

In der Partie zwischen der TSG Wilhelmshöhe und dem SV Türkgücü (3:4) lief die 84. Minute, als bei einer relativ harmlosen Aktion im Mittelfeld der mittlerweile vierfache Torschütze Serkan Aytemür (19) von einem Gegenspieler festgehalten wurde. Aytemür ging zu Boden, riss sich beim Aufstehen los und stieß seinen Kontrahenten um. Schiedsrichter Philipp Henry zeigte daraufhin dem Stürmer die Rote Karte, während der TSG-Spieler mit Gelb davon-kam.

Es war ein unrühmliches Ende eines bis dahin überragenden Fußballnachmittags für Aytemür. Zunächst erzielte er in der dritten Minute die 1:0-Führung und ließ dann einen Hattrick zum 2:1, 3:1 und 4:1 zwischen der 49. und 66. Minute folgen. Am Tag danach zeigte sich Aytemür reumütig: „Das hätte mir nicht passieren dürfen, doch die Fouls gegen mich häuften sich nach meinen Toren.“ Seinem Klub wird er nun in den nächsten Wochen schmerzhaft fehlen, denn Aytemür führt die Torjägerliste der Kreisoberliga mit zwölf Toren an. Seine Trefferquote aus vier Spielen: drei, drei, zwei und vier.

Hoffnung auf Ersatz gibt es allerdings schon: Özkan Oygur steht seiner Mannschaft nach einer Roten Karte, die er beim 2:1-Sieg in Wolfsanger gesehen hatte, wieder zur Verfügung. Kurios ist es schon, denn der 39 Jahre alte Oygur war bis zu dem Zeitpunkt, als er Rot sah, mit vier Toren ebenfalls der Führende im Wettbewerb um die Torjägerkanone.

Und damit nicht genug der Mehrfach-Torschützen an diesem Wochenende. In der Partie zwischen TSV Hertingshausen und SVH Kassel, die 6:3 (0:2) endete, gab es gleich zwei Dreierpacks. Zunächst erzielte Omar Khalil (29) den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2. Später war er noch für die Treffer zum 5:2 und zum 6:3-Endstand verantwortlich.

Dazwischen aber hatte Mario Del Colle (21) seinen großen Auftritt. Zwischen der 69. und 80. Spielminute war er innerhalb von nur elf Minuten mit einem Hattrick erfolgreich. Übrigens: Auch Del Colles jüngerer Bruder Luca (19) traf am Wochenende. Er erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Oberzwehren beim 2:3 im Derby gegen Nordshausen.

Von Horst Schmidt

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