Auffälligkeiten zur Kreisoberliga: Ein Torjäger aus Bad Zwesten ist nicht zu stoppen

Reserven mischen Liga auf

Sorgt für Furore: Efzes Dennis Ciemenga. Foto: bd

Schwalm-Eder. Das erste Drittel der Saison in der Fußball-Kreisoberliga ist vorbei und ein klarer Meisterschaftsfavorit hat sich noch nicht herausgeschält. Für Furore sorgen derzeit die Reserveteams, während zwei Mannschaften schon recht abgeschlagen das Tabellenende zieren. Unsere Auffälligkeiten.

Starke Reserveteams

Mit 22 Punkten stieg die zweite Mannschaft des 1. FC Schwalmstadt in der vergangenen Saison aus der Gruppenliga ab. Jetzt hat die Mannschaft von Trainer Marco Schwab nach elf ungeschlagenen Spielen bereits 27 Zähler gesammelt. „Unser intensives Training trägt Früchte. Zudem zeichnet meine Mannschaft ein großer Wille und eine tolle Kameradschaft aus“, lobt Schwab. Noch überraschender ist der momentane Tabellenstand vom TSV Wabern. Die Gruppenliga-Reserve steht auf dem zweiten Platz und kassierte erst sieben Gegentore.

Als Tabellensechster der vergangenen Saison startete die Reserve des Melsunger FV mit zwei Niederlagen in die neue Serie. In den vergangenen neun Spielen blieb die Elf von Trainer Martin Köthe aber ungeschlagen und steht nun mit 21 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Kurios: Steigen aus der Verbandsliga Schwalmstadt und Melsungen ab sowie Wabern aus der Gruppenliga nicht auf, würde der Tabellenvierte (aktuell die SG Beiseförth/Malsfeld) in die Gruppenliga aufsteigen.

Furiose Aufsteiger

Glänzend etabliert hat sich bisher Aufsteiger SG Bad Zwesten/Urfftal auf dem siebten Tabellenplatz (19 Punkte), der zudem den zweitbesten Sturm (29 Tore) der Staffel stellt und mit 13 von 18 möglichen Punkten eine gute Heimbilanz hat. „Wir wussten, dass wir mehr können als nur um den Klassenerhalt zu kämpfen. Das haben die Jungs eindrucksvoll bestätigt“, sagt dazu Trainer André Specht.

Wie die Specht-Elf erweist sich auch der zweite Aufsteiger, die FSG Efze, als Bereicherung für die Liga. Bei den bisher gezeigten Leistungen und 20 Punkten auf der Habenseite dürfte der Klassenerhalt kein Problem sein. Die Mannschaft hat bislang nur drei Spiele verloren. „Die Liga ist ausgeglichen, viele Teams sind auf Augenhöhe. Ein Garant für unsere gute Serie ist unsere Geschlossenheit“, sagt Trainer Marek Ciemenga. Warten auf Erfolge

In Turbulenzen befindet sich nahezu durchgängig der TuSpo Obergrenzebach, bisher sieglos Tabellenvorletzter mit vier Punkten. Vom zehnten Platz der vergangenen Saison ist die Mannschaft meilenweit entfernt. Grund: Mit Sven Mamerow (FC Homberg) und Christopher Rühl (pausiert) hat die Elf um Spielertrainer Nils Reuter im Sommer viel Potenzial verloren.

Wie der TuSpo hat auch Tabellenschlusslicht TSV Spangenberg erst vier Punkte und erzielte nur neun Tore. Die Elf steht seit dem sechsten Spieltag ununterbrochen auf dem letzten Platz. „Wir werden nicht absteigen“, gibt sich TSV.Spielertrainer Philipp Ruppert kämpferisch und ergänzt: „Wir werden eine gute Wintervorbereitung absolvieren, den Zusammenhalt stärken und personell auch bessere Möglichkeiten haben.“

Duell der Torjäger

Die Bilanz von FSG Chattengau/Metzes Spielertrainer Abdul Abdali (30 Jahre) aus den bisherigen Spielen kann sich sehen lassen. In elf Spielen erzielte Abdali zehn Tore. Eindrucksvolle Zahlen für den Vollblutstürmer, der in den vergangenen drei Serien 72 Tore in 79 Spielen erzielte. Ähnlich gut liest sich die Summe von SG Bad Zwesten/Urfftals Torjäger Dennis Neumann (23 Jahre), der in vier Spielzeiten 83 Tore (105 Spiele) erzielte und mit 14 Treffern die Kreisoberliga-Torschützenliste anführt. Wechselgedanken kamen bei ihm nie auf, trotz zahlreicher Angebote von höherklassigen Klubs. „Ich fühle mich in Zwesten einfach pudelwohl, spiele hier mit meinen Freunden zusammen in einer Truppe, mit denen ich noch viel erreichen will“, sagt Neumann.

Der Fehlstart der Saison

So schnell kann es gehen: Vor einem Jahr stand der SC Neukirchen mit 23 Punkten aus zwölf Spielen auf Platz zwei. In diesem Jahr haben die Schwälmer bisher zwölf Punkte gesammelt. Trotzdem wird beim SCN auf Kontinuität gesetzt: Das Spielertrainertrio um Steffen Fink, Nils Kirchner und Tobias Feit soll die völlig neu formierte Mannschaft wieder in die Erfolgsspur führen.

Das ist nötig, denn möglicherweise steigen in diesem Jahr drei Teams aus der Kreisoberliga direkt ab, während der viertletzte in die Relegation muss. Das ist dann der Fall, wenn aus der Gruppenliga zwei oder mehr heimische Vereine absteigen.

Von Bernd Krommes

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