Nachbarschaftsduell zwischen TSG Fürstenhagen und Lichtenauer FV ohne Sieger

Vier Feldverweise beim 1:1

Abgehoben: Um das Leder bemühen sich TSG Fürstenhagens Angreifer Mirco Saur (links) und René Krein vom Lichtenauer FV in der Luft. Waldemar Driegert beobachtet die Aktion. Foto: eki

Fürstenhagen. Erst Blitz und Donner im Lossetalstadion und dann nach verspätetem Beginn und nochmaliger Unterbrechung ein umkämpftes Kreisoberliga-Fußballspiel zwischen dem TSG Fürstenhagen und dem Lichtenauer FV.

Einen Sieger gab es beim 1:1 (1:1) in diesem Nachbarschaftsduell zwar nicht, dafür aber reichlich Aufreger und heftige Diskussionen gerade nach Entscheidungen von Schiedsrichter Pfeiffer aus Kassel.

„Der Unparteiische war diesem Spiel überhaupt nicht gewachsen“, erzürnte sich Lichtenaus Co-Trainer Erkan Kilci, nachdem Pfeiffer mit Krein (59.), Dickel (81.) und Hadzic (89.) gleich drei Gästespieler mit der Ampelkarte vorzeitig in die Kabine geschickt hatte. Auf der Gegenseite erwischte es auch TSG-Angreifer Titan, der zusammen mit Dickel und ebenfalls Gelb-Rot den Rasen verlassen musste.

Schon vorher stand der Unparteiische bei einem wegen Abseits annulierten Kopfball-Treffer von Kai Simon in der Lichtenauer Kritik (40.), nur eine Minute später zog er sich bei seiner Strafstoß-Entscheidung schon wieder den Unmut der Gäste zu. LFV-Verteidiger Waldemar Driegert traf bei seiner Abwehr gegen den anstürmenden Nico Titan erst klar den Ball und dann erst den Fuß des TSG-Stürmers (42.). Ausgleichende Gerechtigkeit aber, dass Torhüter Rippe den schwach getretenen Elfmeter von Dennis Schanze abwehren konnte.

Die Ballkontrolle gelang beiden Rivalen auf dem rutschigen Untergrund nicht immer. Das 1:0 der Gastgeber fiel praktisch aus dem Nichts. Domenic Appel hielt von der Strafraumgrenze einfach mal drauf und Torhüter Rippe war bei dem abgefälschten Schuss machtlos (18.).

„Dieser Gegentreffer hat uns wach gemacht“, sagte Kilci später. Zwischen dem Führungstor und dem 1:1 lagen 15 Minuten und doch nur Sekunden. Kaum standen alle Kicker nach der Unterbrechung wieder auf dem Rasen, da war auch TSG-Keeper Bobsin nach einem abgefälschten Schuss von Orschel (19.) geschlagen.

Ansonsten ließen die Gastgeber mit dem für den verletzten Innenverteidiger Markus Hofmeister eingesprungenen Spielertrainer Dennis Schanze aber nicht mehr viel zu und waren ab der 59. Minute in Überzahl dem Siegtor auch näher als der Gegner. Mit dem Ergebnis war der TSG-Coach am Ende aber ebenso zufrieden wie auf der anderen Seite auch Erkan Kilci. „Wenn man gegen einen Meisterschaftsfavoriten einen Punkt gewinnt, dann ist das in Ordnung, auch wenn wir am Ende noch gute Möglichkeiten durch Goebel, Jung und Appel zu einem zweiten Treffer hatten“, meinte Schanze.

Der Schuss hätte aber auch nach hinten losgehen können, denn auch für die am Ende nur noch mit acht Kickern auf dem Rasen stehenden Lichtenauer hatte Simon noch das 2:1 auf dem Kopf.

Tore: 1:0 Appel (18.), 1:1 Orschel (19.). (eki)

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