Fußball-Landesliga: Die Weender haben zum Höhenflug angesetzt und sind derzeit die Nummer zwei

SCW Erster - für Kenner keine Überraschung

Mit sechs Treffern erfolgreichster Weender Torschütze: In dieser Szene wird Weendes Julian Kratzert (links) allerdings unsanft von Braunschweigs Devin Türkben gebremst. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Sie hat sich derzeit zur Nummer zwei in der Göttinger Fußball-Szene aufgeschwungen, steht an der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga. Die Mannschaft des SCW Göttingen hat zum Höhenflug angesetzt, für Kenner der südniedersächsischen Fußball-Szene indes nicht unbedingt überraschend.

Da gibt es gleich mehrere Gründe für den sportlichen Aufschwung im Norden Göttingens. Für SCW-Trainer Marc Zimmermann ist es in erster Linie „die personelle Kontinuität und die daraus resultierende mannschaftliche Geschlossenheit, die für mich das A und O sind“.

Seit sechs Jahren Trainer

Zimmermann übernahm die Mannschaft vor sechs Jahren mitten in der Saison, konnte den Abstieg in die Bezirksliga aber nicht verhindern. Nun aber spielen die Weender in der zweiten Saison in der Landesliga, schlossen die Spielzeit 2015/16 mit dem zwölften Tabellenplatz ab. „Im ersten Jahr in der Landesliga haben die Spieler viel gelernt, was sie jetzt im zweiten Jahr umsetzen. Das ist schon bemerkenswert, mit welch starkem Charakter meine Spieler ausgestattet sind“, sagt Zimmermann.

Die Stärken seines Teams sieht er unter anderem auch darin, dass „alle Mannschaftsteile sehr gut miteinander harmonieren. Die Stürmer machen ihre Defensivaufgaben, die Verteidiger schießen auch Tore“. So erzielten die beiden Verteidiger Steffen Claassen und André Weide bereits je drei Tore. Die Torjägerliste der Landesliga führt mit drei anderen Spielern Weendes Julian Kratzert mit sechs Treffern an, gefolgt von SCW-Kapitän Maikel König, der bisher fünf Tore erzielt hat. Insgesamt kommen die Weender auf bisher 24 Tore in acht Spielen, so viel wie kein anderes Team.

Moral zeichnet den SCW aus

Unglaublich auch die Moral, die die Weender unter anderem in zwei Spielen unterstrichen haben. Gegen Vahdet Braunschweig führten sie mit 2:0, lagen noch vor der Pause mit 2:3 hinten, um am Ende 4:3 zu gewinnen. Noch krasser die Situation am vergangenen Wochenende, als die Göttinger beim SV Lengede zur Pause mit 0:2 hinten lagen, um in der zweiten Halbzeit mit sieben verschiedenen Torschützen noch 7:2 zu siegen. „Ich habe viele junge hungrige Spieler, die niemals aufgeben und auch bei Rückschlägen immer wieder zurückkommen“, so Zimmermann. (gsd)

Von Walter Gleitze

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