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05 nur fit für 45 Minuten?

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Hartes Kopfball-Duell: Göttingens Krzysztof Podolczak (rechts) hilft gegen Lüneburgs Torjäger Benjamin Tillack im eigenen Strafraum aus Am Ende aber siegten die Lüneburger mit 5:3 gegen den RSV 05. Foto: Jelinek
Hartes Kopfball-Duell: Göttingens Krzysztof Podolczak (rechts) hilft gegen Lüneburgs Torjäger Benjamin Tillack im eigenen Strafraum aus Am Ende aber siegten die Lüneburger mit 5:3 gegen den RSV 05. Foto: Jelinek

Göttingen. „Es sind in erster Linie die Spieler, die Fehler auf dem Platz machen“, sagt Jan Steiger, Team-Manager des Fußball-Oberligisten RSV Göttingen 05, nach der fünften Niederlage in den letzten sechs Spielen nach dem 3:5 gegen den Lüneburger SK vor zwei Tagen. Insofern stelle sich aktuell die Trainerfrage für ihn nicht, so Steiger. „Es wäre zu einfach, dem Trainer für die derzeitige Misere die Schuld zu geben. Daran sind alle beteiligt.“

Auffällig ist gleichwohl, dass die Mannschaft nicht fit zu sein scheint. Die Misere begann mit dem 0:2 in Drochtersen: Halbzeit noch 0:0 - Endresultat 0:2. Gegen Lupo Wolfsburg lagen die 05er bis zur 44. Minute mit 0:1 zurück, kassierten noch drei Treffer zum 0:4 und erzielten zwei Tore zum 2:4, als schon alles gegen sie gelaufen war und die Wolfsburger einen Gang zurückgeschaltet hatten. Gegen Jeddeloh führten die Göttinger zu Hause mit 2:1, um sich dann doch noch in der letzten Minute das 2:2 einzufangen.

Einbrüche nach der Pause

Beim Rotenburger SV ging das Team von Trainer Jozo Brinkwerth mit einer 1:0-Führung in die Pause, um nach dem Wechsel einzubrechen und noch 1:2 zu verlieren. Ähnliches tat sich gegen den VfV Hildesheim. Nach einem frühen 0:1-Rückstand konnte Grzegorz Podolczak zwar kurz vor der Pause ausgleichen, doch in der zweiten Halbzeit ebenfalls ein Einbruch der 05er, den Hildesheim zum 3:1-Sieg nutzte. Nun der Lüneburger SK! 2:0 zur Pause, nach dem Wechsel innerhalb von nur elf Minuten der totale Einbruch.

Möglicherweise liegt dies aber auch an der Trainingsbeteiligung, vermutet Mittelfeldspieler Patric Förtsch. „Haben wir noch Ende der Hinrunde Trainingsspiele ’Elf gegen Elf’ spielen können, so sind derzeit häufig nur zehn bis zwölf Spieler beim Training“, sagt Förtsch. Und wird von einem anderem anderen Spieler, der allerdings nicht genannt werden möchte, indirekt unterstützt: „Wir sind nicht fit.“

Übermorgen gegen Bückeburg

„Wir können uns einen solchen Auftritt wie in der zweiten Halbzeit von der Mannschaft nicht bieten lassen“, sagt Steiger, der Abhilfe schaffen will, zumal das Team langsam auch ihre hartgesottensten Fans gegen sich aufbringt. So hat es gestern Abend ein Gespräch zwischen Trainer, Spielern, Vertretern des Vereins und Fans gegeben, wie man die vier letzten Saisonspiele zumindest einigermaßen zufriedenstellend über die Bühne bringt. Der Anfang soll am Donnerstag gemacht werden mit einem Sieg gegen Bückeburg. (gsd)

Von Walter Gleitze

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