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05 muss improvisieren

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Torgefahr sind anders aus: Göttingens Grzegorz Podolczak lässt Wunstorfs Torwart Daniel Beissner hier zwar aussteigen, doch ein Tor wird’s anschließend wieder einmal nicht. Wie Christian Horst, Mazlum Dogan und Patric Förtsch traf er bislang dreimal für die 05er. Foto: Jelinek
Torgefahr sind anders aus: Göttingens Grzegorz Podolczak lässt Wunstorfs Torwart Daniel Beissner hier zwar aussteigen, doch ein Tor wird’s anschließend wieder einmal nicht. Wie Christian Horst, Mazlum Dogan und Patric Förtsch traf er bislang dreimal für die 05er. Foto: Jelinek

Göttingen. Was haben der TSV Ottersberg, Germania Egestorf, der SSV Jeddeloh, der SV Drochtersen/Assel und TB Uphusen Göttingen 05 voraus? Sie stehen in der Tabelle der Fußball-Oberliga allesamt vor den Schwarz-Gelben, auch wenn in der Fußball-Szene eher absolute „No-names“ sind. Um so schwieriger wird die morgige Partie gegen Ottersberg (14 Uhr, Jahnstadion) für die 05er, die nach der Wahl von Trainer Hans-Jörg Ehrlich zum Präsidenten um sportliche wie wirtschaftliche Konsolidierung ringen.

Auf alle Fälle soll diesmal gespielt werden, war gestern Mittag aus dem Jahnstadion zu vernehmen, nachdem zuletzt die Partie gegen die Freien Turner Braunschweig abgesagt worden war. Ob noch etwas dazwischen kommt und auch dieses schon erste Spiel der Rückrunde abgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Wieder zahlreiche Ausfälle

Improvisation wird rein fußballerisch gesehen morgen gefragt sein. Da das Verletzungs- und Ausfall-Pech bei 05 weiterhin nicht locker lässt, müssen die Schwarz-Gelben mit einer mehr oder minder zusammengewürfelten Mannschaft gegen den Tabellenvierten aus der Nähe Bremens antreten, die sich fast selbst aufstellt. Alex Burkhardt, Torben Rudolph (Ferse), Krzysztof Podolczak (Schulter), Julian Keseling (Grippe), Andre Weide, Christopher Stern (Finger gebrochen), Alessandro Majer und wohl auch Marc Lindner (beide bei Polizei-Praktika) wird man nicht auf dem Aufstellungszettel sehen.

„Wir müssen halt das beste daraus machen“, sagt Co-Trainer Jan Diederich. „Das ist eben die Chance für die anderen, sich zu zeigen. Wir sind trotzdem frohen Mutes.“

Großer Umbruch beim TSV

Das waren die 05er auch am 4. August. Damals gewannen sie das erste Saisonspiel beim TSV Ottersberg mit 3:1 durch Tore von Mazlum Dogan, Kapitän Christian Horst (Elfmeter) und Grzegorz Podolczak. Allerdings hatte sich das fast völlig neuformierte Team von TSV-Coach Axel Sammrey wohl noch nicht gefunden.

19 Spieler hatten die Ottersberger nach der vergangenen Spielzeit verloren, 18 neue Akteure hatte man verpflichtet – das war der größte Umbruch, den es in der Fußball-Oberliga vor dieser Serie gegeben hatte. Umso erstaunlich zudem, dass die TSVer inzwischen auswärts (15 Punkte) erfolgreicher aufgetreten sind als zuhause (10 Punkte). Mit 14 Treffern haben sie nach FT Braunschweig (12) die zweitwenigsten Gegentore kassiert. Vorne ist der TSV effektiv: Die nur 21 Tore reichten zu den 25 Punkten. Nur fünf Klubs haben weniger Treffer erzielt.

All’ dies verdeutlicht, wie schwer die morgige Aufgabe für die 05er wird. In den vergangenen sieben Spielen gelang den Schwarz-Gelben nur ein Sieg (3:1 in Rotenburg). Der letzte Heimerfolg datiert vom 14. September (3:0 gegen Bückeburg). • Das Spiel gegen FT Braunschweig wird am 15. Dezember nachgeholt. (haz/gsd)

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