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Nur noch Mitleid für 05

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Symbolträchtig: 05-Kapitän Christian Horst liegt am Boden, ist von den Bückeburgern Pascal Könemann (re.) und Martin Prange gebremst worden. Beobachter ist Özkan Beyazit (10). Foto: Jelinek
Symbolträchtig: 05-Kapitän Christian Horst liegt am Boden, ist von den Bückeburgern Pascal Könemann (re.) und Martin Prange gebremst worden. Beobachter ist Özkan Beyazit (10). Foto: Jelinek

Göttingen. Die nur noch 295 Zuschauer im weiten Rund des Jahnstadions beschlich am Ende wohl nur noch Mitleid mit der Mannschaft des RSV Göttingen 05. Denn auch gegen den Tabellen-13. VfL Bückeburg war das Team von Trainer Jozo Brinkwerth nicht in der Lage ihre Misserfolgsserie von zuvor sechs sieglosen Spielen zu beenden. Die 0:1 (0:1)-Niederlage gegen einen fußballerisch überaus limitierten Gegner zeigte noch einmal deutlich die derzeitige Misere der Göttinger auf.

So brachte es Brinkwerth treffend auf den Punkt: „Wir können momentan ,elf gegen null’ spielen und verlieren am Ende dennoch 0:1.“ Oder um es mit dem deutschen Ex-Nationalspieler Andreas Brehme zu sagen: „Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß!“

Kein Vorwurf an das Team

Der 05-Coach konnte seiner Mannschaft nun wahrlich nicht vorwerfen, sie hätte gegen die Bückeburger nicht alles versucht, wenigstens ein Unentschieden und damit einen Punkt zu retten. Doch erneut schien der frühe Gegentreffer des VfL nach zehn Minuten die Offensiv-Aktionen der Gastgeber derart zu lähmen, dass in den verbleibenden 80 Minuten zwar die eine oder andere Torchance herausgespielt werden konnte, das Leder aber nicht im gegnerischen Gehäuse landen wollte. Dabei durfte Bückeburgs Torschütze Nico Schikora sechs Meter vor dem 05-Kasten nach einer Rechtsflanke in Ruhe den Ball annehmen und sich das Toreck aussuchen. Er entschied sich für das linke, schoss flach zum Tor des Tages ein. Für diese eine schläfrige Aktion in der Defensive wurden die 05er hart bestraft. Glück hatten die Göttinger allerdings noch nach einer halben Stunde, als ein Kopfball von Pascal Könemann nach einem Freistoß am linken 05-Torpfosten landete.

Nach dem Wechsel war’s ein Spiel auf ein Tor. Die Göttinger drängten und in der 47. Minute kam Krzysztof Podolczak nach einer Rechtsflanke von Alexander Burkhardt einen Schritt zu spät. Nach 59 Minuten musste sich der sichere Bückeburger Keeper Patrick Spilker nach einem Drehschuss von 05-Torjäger Özkan Beyazit ganz lang machen, um eine weitere Göttinger Torchance zu verhindern. Und auch Torben Rudolph sollte kein Glück haben, als sein Schuss aus halblinker Position nur drei Minuten später knapp am rechten VfL-Torpfosten vorbeirauschte.

Morgen gegen Ottersberg

„Was sollen wir so viel diskutieren über das, was bisher gewesen ist? Wir fahren jetzt nach Ottersberg und werden sehen, was am Ende dabei rauskommt.“ Ein wenig Resignation schwang in Brinkwerths Worten da schon mit, wenn er an das morgige Spiel (15 Uhr) beim abstiegsbedrohten Tabellenvierzehnten denkt. (gsd)

Von Walter Gleitze

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