Fußball-Oberliga: SVG in Heeslingen mit erheblichen Personalsorgen beim 3:3

Die Eintracht hat’s erwischt

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Immer in Bedrängnis: Die Egestorfer mit Jannik Oltrogge (rechts) ließen die Eintracht um Kapitän Christian Horst am Sonntag gar nicht erst zur Entfaltung kommen.

Northeim / Göttingen. Derzeit scheint die SVG Göttingen etwas zu schwächeln, obwohl der Aufsteiger auch nach dem achten Spieltag in der Fußball-Oberliga Niedersachsen weiterhin ungeschlagen bleibt nach dem 3:3 beim Heeslinger SC.

„Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir nach dem achten Spieltag vier Siege und vier Unentschieden haben können, ich hätte eingeschlagen“, meinte SVG-Trainer Knut Nolte, durchaus zufrieden mit der bisherigen Leistung seines Teams.

In Heeslingen, und das macht den Punkt zweifellos wertvoll, fehlten bei den Schwarz-Weißen immerhin fünf Stammspieler. Micha Alexander war mit der deutschen Kleinfeld-Nationalmannschaft bei der EM in Kroatien, schied dort im Achtelfinale nach einem 1:3 gegen Tschechien aus. Stephan Kaul zog einen Marathonlauf vor. Martin Schiller plagt noch immer eine Zerrung, er hofft aber, am kommenden Sonntag gegen Lingen wieder dabei zu sein. Kurzfristig sagte für Heeslingen auch noch Kapitän Sebastian Gehrke krankheitsbedingt ab. Und Mittelfeldspieler Tomas Zekas war nach langer Verletzungspause vor zwei endlich wieder dabei, sollte Spielpraxis in der Kreisliga-Reserve der SVG sammeln, knickte aber mit dem Fuß um und fällt nun wieder für unbestimmte Zeit aus.

Erste Heimniederlage

Im vierten Spiel hat es die Oberliga-Fußballer des FC Eintracht Northeim nun also erwischt: Nach drei Siegen vor eigenen Fans gab es am Sonntag gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder die erste Heimniederlage der Saison. Der Titelkandidat zeigte den Northeimern die Grenzen auf und gewann verdient 3:0 (1:0).

Maßgeblich daran beteiligt war Christoph Beismann, der von 2007 bis 2009 das Eintracht-Trikot trug, dann nach Wolfsburg wechselte und über Havelse mittlerweile bei Egestorf-Langreder gelandet ist. „Es freut mich, mal wieder hier zu sein. Und es freut mich natürlich noch mehr, dass wir hier den sechsten Sieg in Serie holen konnten. Das ist schon Wahnsinn“, sagte er nach der Partie im Interview mit Eintracht-Stadionsprecher Moritz Braukmüller.

Der Schlüssel zum Erfolg war für ihn der Elfmeter in der fünften Minute, den er selbst verwandelte. „Das war natürlich ein Topstart für uns. Danach haben wir sicher gestanden und kaum etwas zugelassen.“

Blaue Flecken bei Beismann

Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hatte für Beismann, der beim niedersächsischen Fußballverband arbeitet, auch eine besondere Begegnung parat. Auf dem Platz bekam er es mit Sebastian Marx als Gegenspieler zu tun, dem einzigen gesunden Eintracht-Kicker, mit dem er noch zusammen gegen den Ball getreten hat. Und wie war das Wiedersehen auf dem Platz? „Basti ist ein rustikaler Spieler. Ich glaube, ich habe jetzt auch ein paar blaue Flecken mehr. Aber ich nehme ihm das nicht übel. Basti ist ein Super-Typ.“ (mwa-wg/gsd)

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