Fußball-Oberliga: Spitzenreiter SSV Jeddeloh zeigt Schwarz-Weißen die Grenzen auf

SVG gerät unter die Räder

Jeddeloh obenauf: Diese Szene, als Göttingens Georgios Mittas (rechts) gegen Jeddelohs Thomas Celik ins Straucheln gekommen ist, steht sinnbildlich für die Überlegenheit des Spitzenreiters der Fußball-Oberliga. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Nach der ernüchternden 2:6 (1:2)-Niederlage gegen Spitzenreiter SSV Jeddeloh wird für die SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga das Eis immer dünner. Nur noch ein Punkt trennt die Schwarz-Weißen von einem Abstiegsplatz. Derzeit nehmen die SVGer den zwölften Tabellenplatz ein.

Verständlich, dass SVG-Trainer Knut Nolte hart ins Gericht ging mit seinem Team. „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Unsere Abwehr hat unter aller Sau agiert“, konnte sich Nolte kaum beruhigen ob der desaströsen Leistung seiner Mannschaft. Allerdings nahm er niemanden aus seiner Kritik heraus, auch nicht sich selbst. „Wenn wir verlieren, dann verlieren wir alle“, so der Göttinger Coach.

Vor den 150 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des Sandwegstadions demonstrierten die Gäste eindrucksvoll, warum sie völlig zu Recht an der Tabellenspitze stehen. Gleichwohl half ihnen der Gastgeber durch katastrophale Abwehrfehler, zu leichten Toren zu kommen. So war niemand bei Kevin Samide, als der bereits in der neunten Minute aus 18 Metern Maß nahm, und der Ball an Freund und Gegner flach im linken Toreck zum 1:0 einschlug.

1:3 die Vorentscheidung

„Danach hatten wir eine Phase, wo es gar nicht so schlecht lief“, stellte Nolte fest. Diese wurde mit dem 1:1 (21.) belohnt, als Kapitän Florian Evers seinen schnellen Linksaußen Yannik Freyberg mit einem Zuckerpass auf die Reise schickte und der mit dem Außenrist des rechten Fußes das Leder im kurzen Toreck versenkte. Doch nur sechs Minuten später ließ Julian Bennert Göttingens routinierten Innenverteidiger Jan Hoffmann ganz blass aussehen und zirkelte den Ball ins lange Toreck zur erneuten Gästeführung. Glück für Jeddelohs Keeper Dennis Evers, das er nach einer Tätlichkeit an Jan Ziegler in der 41. Minute nur die gelbe Karte sah.

Die Vorentscheidung fiel auch nach Ansicht von Nolte nur zwei Minuten nach der Pause, als der bereits mit Gelb vorbelastete Julian Keseling Thomas Celik im Strafraum zu Fall brachte, gelb-rote sah und einen Strafstoß verursacht hatte, der durch Keven Oltmer zum 3:1 führte. Zwar bewiesen die SVGer in der Folgezeit zumindest Moral, schafften in Unterzahl das 2:4, als der eingewechselte Lamine Diop seinen Mitspieler Yannik Freyberg, der aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten musste, mustergültig bediente.

Ball nicht laufen lassen

„Wir haben die Bälle viel zu hektisch hinten herausgespielt, haben nicht den Ball laufen lassen“, kritisierte der SVG-Coach. So wurden die Jeddeloher noch einmal zu Kontern eingeladen, die Celik und auch Oltmer zu ihren jeweils zweiten Tor nutzten zum 5:2 (76.) und 6:2 (80.). (gsd)

Von Walter Gleitze

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.