Fußball-Oberliga: SVG Göttingen feiert Schützenfest / Arbeitssieg für Eintracht Northeim

Im Gleichschritt zum Sieg

Völlig losgelöst: Die SVG Göttingen um Kapitän Florian Evers (Mitte) sicherte sich mit dem 8:1 in Bornreihe den höchsten Saisonsieg. Aus den zurückliegenden fünf Spielen holten die Schwarz-Weißen starke zwölf Punkte. Archivfoto: zij/nh

Northeim/ Göttingen. Schön, wenn man die richtige Antwort parat hat. Auf die unerwarteten Niederlagen am 16. Spieltag der Fußball-Oberliga antworteten die Akteure der SVG Göttingen und Eintracht Northeim mit einem neuen Motto: Im Gleichschritt zum Sieg! Die Northeimer gewannen 2:1 beim HSC Hannover, die Göttinger feierten beim 8:1 bei Schlusslicht Blau-Weiß Bornreihe sogar ihren höchsten Erfolg.

Der siebte Dreier der Schwarz-Weißen fiel auch in dieser Höhe verdient aus. „Von den letzten fünf Spielen haben wir vier gewonnen. Zwölf Punkte und 20:6-Tore – da kann man nicht meckern“, kommentierte SVG-Coach Knut Nolte die jüngere Ausbeute, die nur durch das zwischenzeitliche 1:2 gegen Gifhorn getrübt wird.

Als zweifache Torschützen glänzten Josu de las Heras Vicuña und der eingewechselte Lukas-Alva Kusch. Für den Spanier waren es die ersten Treffer der Saison, für den Neuzugang vom TSV Landolfshausen dagegen schon die Saisontore sechs und sieben. Durchaus beeindruckend. Denn Kusch, der in lediglich zehn der 17 Spiele zum Einsatz kam, trifft im Schnitt alle 43 Minuten – und das durchweg als Einwechselspieler! Was ihm den inoffiziellen Titel als „Joker der Oberliga“ einbringen dürfte.

Hillemann bricht den Bann

Northeims Coach Malte Fröhlich pustete nach dem 2:1 seiner Jungs in Hannover erstmal tief durch. „Das war ein ganz, ganz schweres Stück Arbeit. Wir haben in der ersten Halbzeit mal wieder überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, sagte er. Dementsprechend führte der Vorletzte doch ziemlich überraschend nach 45 Minuten mit 1:0.

Doch in Abschnitt zwei wendete sich das Blatt. Und daran hatte der Coach gleich in doppelter Hinsicht maßgeblichen Anteil. Mit Marc-Jannick Grunert brachte er einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler, der sofort Akzente setzte. „Normalerweise ist es nicht mein Ding, einzelne Spieler hervorzuheben. Heute weiche ich davon mal ab. Marc hat das wirklich sehr, sehr gut gemacht. Er war der Schlüssel dazu, dass wir mehr Räume bekamen und viel mehr Aktionen einleiten konnten.“

Und damit nicht genug. Auch mit der Einwechslung von Nils Hillemann bewies Fröhlich ein goldenes Händchen. Der Stürmer, der bereits am Samstag 90 Minuten in der Bezirksliga-Mannschaft absolviert hatte, kam rein und traf Sekunden später zum Ausgleich. Damit war der Bann gebrochen, wollte der Ball doch bereits zuvor bei etlichen guten Möglichkeiten einfach nicht über die Linie. Der 2:1-Siegtreffer von Mehdi Mohebieh, der mit seinen zwölf Treffern nun die Torjägerliste der Liga anführt, ließ die schleppende erste Halbzeit gänzlich vergessen machen.

Ganz nebenbei brachte der siebte Auswärtssieg der Saison (kein Team hat mehr) den Northeimern den dritten Platz zurück, da Osnabrück II gegen Spelle verlor (0:2). Und der Abstand auf Relegationsrang zwei beträgt ebenfalls nur noch zwei Zähler, weil Wunstorf mit Bersenbrück (2:2) die Punkte teilte. (mwa/raw/haz-gsd)

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