Fußball: HNA-Umfrage bei Trainern zur Entscheidung der DFL, mit der Bundesliga fortzufahren

„Keine Angst einjagen lassen“

Yannick

Göttingen. Die Deutsche Fußballliga (DFL) hat entschieden, dass am kommenden Wochenende trotz der Terroranschläge in Paris mit 129 Opfern und der Absage des Länderspiels in Hannover zwischen Deutschland und den Niedelanden der Ball in der Fussball-Bundesliga normal weiterrollt. Die HNA fragte heimische Trainer nach ihrer Meinung zur Entscheidung der DFL.

Für Knut Nolte, Trainer beim Fußball-Oberligisten SVG Göttingen ist es richtig, dass die DFL so entschieden hat. „Man müsste in nächster Zeit ja alles absagen, wo es Massenaufläufe gibt. Wir dürfen uns doch jetzt nicht einschüchtern lassen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nun mal nicht.“ Die Absage des Länderspiels in Hannover war Noltes Meinung nach richtig. „Wenn der Innenminister Infos hat, von denen wir nichts wissen, hat er die Verantwortung, eine Wertung vorzunehmen. Die hat ihn veranlasst abzusagen“, so Nolte.

„Auch wenn die Welt derzeit aus den Fugen geraten ist, sollten wir uns keine Angst einjagen lassen“, sagt Wolfgang Schmidt, Trainer des Oberligisten Eintracht Northeim. „Die zivilisierte Welt muss Zeichen gegen diesen Wahnsinn der Terroristen setzen. Das bedingt einen Mehraufwand an Sicherheit, die gewährleistet sein muss“, betont Schmidt.

Oliver Hille, Trainer des Landesligisten Göttingen 05, fragt nach der Alternative zum Weitermachen in der Bundesliga. „Es wird nach diesem Terror nichts mehr so sein wie zuvor. Auf welchen Moment sollten wir denn warten, wann es weitergehen soll?“, fragt Hille.

Auch für Yannick Schade, Trainer des Landesligisten TSV Landolfshausen, ist die Entscheidung der DFL richtig. „Man kann sich jetzt nicht verrückt machen lassen. Dadurch wird nur noch mehr Angst geschürt“, befürchtet Schade.

Marc Zimmermann, Trainer des Landesligisten SCW Göttingen, weist darauf hin, , dass „wir wieder zum normalen Alltag zurückfinden müssen“.

Jozo Brinkwerth, Trainer des Bezirksliga-Spitzenreiters FC Grone, bringt noch einen anderen Aspekt in die Diskussion ein. „Man sollte es den Bundesliga-Profis – der eine oder andere hat vielleicht furchtbare Angst – überlassen, ob sie es für sich verantworten, nach dem, was passiert ist, spielen zu wollen.“ (gsd)

Von Walter Gleitze

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