Fußball-Oberliga: Northeim und Göttingen kassieren die jeweils erste Saison-Pleite

„Niederlage wirft uns nicht um“

Kühlen Kopf bewahren: Northeims Thorben Rudolph nutzte die Trinkpause im Spiel gegen Bersenbrück für eine Erfrischung. Nutzte am Ende aber auch nichts. Die Eintracht kassierte – wie auch die SVG Göttingen – die erste Niederlage am Wochenende. Foto: zij

Northeim/ Göttingen. Am vierten Spieltag hat es auch die beiden südniedersächsischen Teams der Fußball-Oberliga erstmals erwischt. Eintracht Northeim kassierte eine 1:3 (0:0)-Heimpleite gegen den TuS Bersenbrück und die SVG Göttingen ging im Spitzenspiel beim 1. FC Wunstorf bei der 0:1 (0:1)-Niederlage leer aus.

Vorher erwartet hatte man die Northeimer 1:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Bersenbrück nicht unbedingt. Nach den 90 Minuten waren sich die Verantwortlichen aber einig, dass der Erfolg des Gastes in Ordnung ging. „Wir waren dicht an den Gegenspielern und haben früh gestört. Unser Sieg war vielleicht ein bisschen wackelig, aber er war verdient“, sagte Bersenbrücks Coach Fahrat Dahech.

Diese Meinung vertrat auch Northeims Trainer Malte Fröhlich. „Die waren galliger als wir. Wir waren im Umschaltspiel zu langsam.“ Die Tatsache, dass ihm mit Karsten Fischer, Melvin Zimmermann, Christian Horst, Nils Hillemann und Patrick Sieghan fünf Leistungsträger fehlten, wollte er nicht als Erklärung gelten lassen. „Klar sind das Jungs, mit denen man in solchen Spielen nochmal Akzente setzen kann. Aber die anderen können das auch. Man muss Vollgas geben und alles abrufen. Das hat heute nicht funktioniert und deshalb haben wir verdient verloren.“

Den Kopf in den Sand stecken will man bei der Eintracht aber natürlich nicht. Neun Punkte nach vier Spielen zeugen ja nun auch beileibe nicht von einem Fehlstart. Fröhlich: „Wir hatten am Sonntag eine extrem junge Truppe. Die Niederlage ist ärgerlich, wirft uns aber nicht um.“ Diese Scharte auswetzen kann das Team am nächsten Sonntag beim Schlusslicht in Gifhorn.

Nicht enttäuscht beim 0:1

Ohne neun Spieler und mit dem letzten Aufgebot kam die Göttinger Niederlage in Wunstorf zwar nicht überraschend, war aber unnötig, wie Trainer Knut Nolte erklärte. Denn die SVG wurde vom Tabellenzweiten weder beherrscht noch vorgeführt. „Eine gefährliche Flanke und anschließend ein Tor, mehr kam eigentlich nicht auf unser Tor“, erklärte Nolte. Die besseren Chancen erspielten sich die Gäste. Doch Martin Wiederhold (Lattenkopfball), zweimal Lamine Diop und ein Freistoß von Florian Evers trafen nicht ins Ziel.

Am Sonntag im Heimspiel gegen Arminia Hannover wird sich die personelle Situation wieder etwas entspannen. Wiederhold verbüßt dann zwar seine Gelb-Rot-Sperre, doch dafür sind mit Micha Alexander, Lukas Kusch und Jan-Niklas Linde drei Akteure definitiv wieder dabei. Doch die werden in der Partie gegen den noch ungeschlagenen Tabellendritten auch dringend benötigt. Immerhin zählt Nolte die Arminen zum Kreis der Aufstiegsanwärter. „Wir haben es bei unserer 0:3-Niederlage im Pokal gesehen, wie stark sie sind. Die Arminia ist mindestens eine Klasse besser als Wunstorf.“ (mwa/raw)

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