1:1 im Oberliga-Derby: Rudolph rettet Eintracht per Elfmeter

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Ball im Blick: Northeims Patrick Sieghan setzt der Kugel nach, während der SVGer Jan-Niklas Linde (rechts) hinterher rennt. Ganz links Göttingens Micha Alexander, der das Spielgeschehen nicht verfolgt.

Northeim. Es bleibt dabei: Die SVG Göttingen ist nicht der Lieblingsgegner des FC Eintracht Northeim in der Fußball-Oberliga.

Sieben Wochen nach dem Pokal-Aus gegen die Uni-Städter holte die Eintracht am Freitagabend vor mehr als 700 Zuschauer in einem bis in die letzte Sekunde packenden Derby im Gustav-Wegner-Stadion ein 1:1-Unentschieden.

Wie liefen die 90 Derby-Minuten in Northeim? 

Die erste dicke Chance gehörte der SVG: Florian Evers traf in der zweiten Minute die Latte (das siebte Mal in den letzten drei Spielen für Göttingen, Nummer acht folgte in der Nachspielzeit). Doch das war scheinbar der Weckruf für die Gastgeber. Die hatten in der Folge etwas mehr Spielanteile in der hart umkämpften Partie, glichen nach Lattentreffern in der 22. Minute aus (Mehdi Mohebieh), lagen zur Pause aber dennoch zurück. Die Eintracht verlor im Aufbau den Ball, Göttingen konterte und schloss durch Stephan Kaul eiskalt ab (42.).

Nach dem Seitenwechsel ging es hin und her. Die ersten guten Gelegenheiten gehörten dem Gast, danach übernahm die Eintracht das Auslassen auch bester Gelegenheiten. Nach einer Stunde war der Ausgleich eigentlich überfällig. Doch nun zeigte sich, warum die SVG-Defensive bisher die beste der Liga ist. Die Eintracht war nun drückend überlegen, allein ein Tor wollte nicht fallen. So musste man bangen bis in die letzte Minute. Dann rettete ein berechtigter Foulelfmeter die Eintracht, den Thorben Rudolph nervenstark unten links verwandelte.

Geht das Ergebnis so in Ordnung? 

Das Göttinger 1:0 zur Halbzeit hatte sich nicht unbedingt abgezeichnet, völlig unverdient war es aber auch nicht. Nach der Pause hatte der Gast gute Chancen zum 2:0, ließ sie aber aus. In der letzten halben Stunde spielte aber nur noch Northeim. Der Ausgleich fiel zwar SEHR spät, doch damit können beide Seiten letztlich zufrieden sein.

Wie kompensierten die Trainer die etlichen Ausfälle? 

Northeims Coach Malte Fröhlich beorderte Silvan Steinhoff für den verletzten Patrick Gemende auf die linke Defensivseite. Carim Blötz spielte stark für Karsten Fischer auf der Doppel-Sechs neben Thorben Rudolph. Melvin Zimmermann war wieder im Kader, nahm zunächst auf der Bank Platz, kam aber noch als wichtiger Joker.

Bei der SVG konnte Knut Nolte auf den zuletzt gesperrten Martin Wiederhold bauen. Vorn fehlte Goalgetter Yannik Freyberg. So übernahmen Kaul, Florian Evers, der Ex-Northeimer Lamine Diop und Martin Wiederhold die offensiven Aufgaben. In der Innenverteidigung sorgte Jan-Niklas Linde neben Julian Keseling für Ordnung.

Hunderte Zuschauer beim Oberliga-Derby in Northeim

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