Fußball-Oberliga: Northeim festigt zweiten Rang / SVG-Joker Kusch erzielt zwei Tore und wird ausgewechselt

Rein und raus mit Applaus

Vergebliche Mühe: Die Northeimer Thorben Rudolph (li.) und Patrick Sieghan (Dritter v. li.) hatten beim 1:1 gegen den SC Spelle-Venhaus um Torhüter Michael Gellhaus den Siegtreffer jeweils auf dem Fuß. Foto: zij

Northeim/ Göttingen. Auf Mehdi Mohebieh war wieder Verlass! Dank des Treffers des 32 Jahre alten Aushilfsstürmers sicherte sich Eintracht Northeim im Verfolgerduell der Fußball-Oberliga gegen den SC Spelle-Venhaus ein 1:1-Unentschieden. Treffsicher präsentierten sich am Sonntag aber auch endlich mal wieder die Spieler der SVG Göttingen. Nach vier Pleiten in Folge fertigten die Schwarz-Weißen am Sandweg den Aufsteiger HSC Hannover mit 4:1 ab, drehten dabei einen 0:1-Rückstand und polierten gleichzeitig auch das bis dahin schwache Torverhältnis wieder etwas auf.

Auf das Torverhältnis schaut Northeims Trainer Malte Fröhlich vermutlich nur sehr selten. Muss er auch nicht, immerhin hat die Eintracht mit 33 Treffern die zweitmeisten Tore der Liga erzielt. Mit dem Remis hielten die Northeimer den Konkurrenten Spelle-Venhaus auf Distanz, rundum zufrieden waren die Rot-Gelben mit dem einen Punkt aber nicht. „Wir wollen bis zum Winter oben dranbleiben“, betont der Coach, der mit seinem Team den zweiten Tabellenplatz verteidigte. Spitzenreiter Jeddeloh baute seine Führung durch das 2:1 in Wunstorf aus. „Die sind richtig stark und machen wieder ein ganz spätes Tor – zum zweiten Mal in Folge.“

Dass die Northeimer nach dem sechsten Heimspiel noch immer auf den dritten Sieg warten, verblüfft nicht nur die Zuschauer. Auch die Spieler blickten nach dem dritten Remis im Gustav-Wegner-Stadion ein wenig ratlos drein. Doch von einer Heimspiel-Krise wollen sie nichts wissen. „Wir wollen auch in Heimspielen dominieren. Gegen Spelle haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht“, betont Mittelfeldspieler Thorben Rudolph. Trotz alle Personalsorgen haben die Northeimer keine Angst vor den kommenden Aufgaben. „Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit. Erst geht’s nach Osnabrück, danach kommt Jeddeloh. Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken“, betont Eintracht-Abwehrchef Christian Horst.

Joker sorgt für Entscheidung

Das hat es wohl selten gegeben. Da wird ein Spieler Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt – und nach 14 Minuten vorsichtshalber wieder ausgewechselt. Um nach einem gerade erst auskurierten Muskelfaserriss im Oberschenkel, der ihn fünf Wochen außer Gefecht setzte, einen erneute Muskelverletzung nicht zu riskieren. Und „mir nichts, dir nichts“ macht dieser Spieler zwei entscheidende Tore zum Sieg der Schwarz-Weißen über den HSC Hannover. Rein und raus mit Applaus! „Mir war bewusst, dass ich nicht von Anfang an spielen kann. Ich wollte aber unbedingt eingewechselt werden“, meinte Joker Lukas-Alva Kusch spitzbübisch.

Auch SVG-Trainer Knut Nolte hatte seine helle Freude an Kuschs überaus gelungenen Kurzauftritt. Kusch und Sturmpartner Yannik Freyberg haben jetzt beide jeweils fünf Tore erzielt. Noch eine Erkenntnis konnte Nolte ziehen. In den 14 Minuten harmonierte Kusch hervorragend mit Lamine Diop. Bleibt die Frage, ob Nolte nicht beide von Anfang an bringen sollte. (raw/wg-gsd)

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