Fußball-Oberliga: SVG Göttingen am Sonntag gegen Tabellenführer SSV Jeddeloh

Sehnsucht nach dem Sieg

Kratzen, halten, ziehen: So wie in dieser Szene SVG-Stürmer Lukas-Alva Kusch (am Ball) von Oldenburgs Andrik Zohrabian angegangen wird, wünscht sich Göttingens Trainer Knut Nolte auch seine Defensivakteure. Das Team um Flügelstürmer Martin Wiederhold (li.) trifft am Sonntag auf den Spitzenreiter SSV Jeddeloh. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Erst drei von zehn Spielen in der Oberliga gewonnen, zuletzt drei Heimpleiten in Folge kassiert und in der Rangliste bis auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht: An eine ähnlich schlechte sportliche Situation bei der SVG Göttingen können sich vermutlich nur die älteren Freude des Fußballklubs vom Sandweg erinnern. Und ausgerechnet in dieser Situation kommt mit dem Tabellenführer SSV Jeddeloh am Sonntag (15 Uhr) das bislang alles dominierende Team der fünfthöchsten Spielklasse an den Sandweg. „Vielleicht ist das für uns gar nicht so schlecht. In diesem Spiel haben wir wirklich nichts zu verlieren“, sagt Göttingens Trainer Knut Nolte.

Der dürfte sich beim Blick auf den Kontrahenten und die Tabelle stark an die vergangene Saison erinnert fühlen. Denn da wo die Jeddeloher in der Rangliste nun rangieren, tobten sich vor einem Jahr die Schwarz-Weißen als sensationeller Aufsteiger aus. Ungeschlagen bis zur Winterpause sorgten sich weit über die Grenzen Südniedersachsens hinaus für positive Schlagzeilen.

Gäste als Titelfavorit

Ein Jahr später sieht die sportliche Lage der SVG ungefähr so aus wie ein aktueller Blick durch das Fenster: trist und grau. Neun Tore haben die Göttinger bislang erzielt. Nach zehn Spieltagen der vergangenen Serie waren es damals 25 Treffer. „Das ist unser größtes Manko. Wir treffen das Tor zu selten, hatten bislang auch schon Pech mit vielen Pfosten- und Lattentreffern“, hadert Nolte mit der Genauigkeit seiner Spieler. Doch neben der fehlenden Zielstrebigkeit in der Offensive klemmt es auch im hinteren Bereich. Torhüter Omar Younes wirkte zuletzt in einigen Aktionen unsicher. Und Hilfe aus der verunsicherten Abwehr bekam der Syrer auch keine. „Da kommt das eine zum anderen“, sagt Nolte.

Ganz anders agierte bislang der Tabellenführer, dem in zehn Spielen acht Siege und ein Remis gelangen. Auswärts läuft es für den Vorjahresdritten besonders gut. In fünf Partien gab’s 13 von 15 möglichen Punkten. Insgesamt gewann der SSV vier Spiele „zu Null“. Und mit Oltmer und Tomas (jeweils 7 Tore) sowie Bennert (5) haben die Gäste extrem torgefährliche Spieler in ihren Reihen. „Die waren letzte Saison schon gut, aber jetzt stehen sie auch in der Defensive sicher. Und fünf Neuzugänge kommen vom Regionalligisten VfB Oldenburg, das waren da keine Bankdrücker“, betont Nolte.

Ein Trio wieder im Kader

Mit der Rückkehr der zuletzt verletzten Jan-Niklas Linde und Micha Alexander sowie dem gesperrten Innenverteidiger Julian Keseling, hat sich zumindest die personelle Situation gebessert. Fehlen werden am Sonntag aber Vicuna, Burkhard, Nagels und Schiller sowie der mit drei Toren treffsicherste Stürmer Kusch. Die Sehnsucht nach einem Sieg nach zuletzt drei Heimpleiten in Folge ist jedenfalls riesig. „Vielleicht klappt’s ja auf dem Kunstrasen, der Rasen ist jedenfalls unbespielbar“, hofft Nolte endlich wieder auf ein Erfolgserlebnis für seine SVG. (raw)

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