Fußball-Oberliga: Unglückliches 0:1 der SVG Göttingen gegen Arminia Hannover

„So ungerecht ist Fußball“

Gescheitert: Göttingens Lamine Diop (rechts) kann Hannovers Torwart Bastian Fielsch in dieser Situation während eines Wolkenbruchs nicht überwinden. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das hatte die Mannschaft der SVG Göttingen nun wahrlich nicht verdient. Überaus unglücklich verlor das Team von Trainer Knut Nolte trotz wesentlich besserer Torchancen mit 0:1 (0:0) gegen den SV Arminia Hannover.

„So ungerecht ist eben Fußball. Wir treffen dreimal Latte und Pfosten, lassen kaum etwas zu, sind über weite Strecken dieser Partie die bessere Mannschaft und gehen hier als Verlierer vom Platz“, meinte Nolte. Dabei fühlte sich der SVG-Coach an das unglückliche 0:1 eine Woche zuvor beim 1. FC Wunstorf erinnert - eben Duplizität der Ereignisse, „nur noch ein bisschen extremer“, empfand Nolte diese Niederlage gegen die Arminen aus Hannover.

Erste Chance nach 55 Sekunden

Dabei hätten die Gastgeber bereits nach nur 55 Sekunden in Führung gehen können, als Jan-Patrick Ziegler aus halbrechter position auf das generische Gehäuse zulief. Anstatt selbst zu schießen, legte er uneigennützig für Stephan Kaul, der mit dem zu ungenauen Zuspiel aber hängenblieb. In der zwölften Minute legte sich Lamine Diop den Ball zu weit vor, so dass Gästekeeper Bastian Fielsch im letzten Moment klären konnte.

Diese durchaus ansehnliche Partie wurde nach 25 Minuten aufgrund eines Gewitters mit Starkregen für 15 Minuten unterbrochen. Diese Unterbrechung brachte die SVG allerdings nicht aus dem Rhythmus. Marco Galante zog einfach mal aus 22 Metern ab, das Leder strich nur knapp über den Arminen-Querbalken (35.). Und nur vier Minuten später hatte SVG-Spielmacher Florian Evers Pech, als er den aus seinem Kasten zu weit herausgeeilten Fielsch überwand, der Ball aber am Lattenkreuz landete.

Nach Wiederanpfiff gestalteten die Hannoveraner diese Partie etwas ausgeglichener und kamen in der 54. Minute zum entscheidenden 1:0. Tino Schröder hatte die Göttinger Abwehr genarrt, Torwart Younes reagierte aber glänzend, doch den abgeprallten Ball schob Jordan Petrov über die SVG-Torlinie.

Kusch an das Lattenkreuz

Die Reaktion der Gastgeber folgte auf dem Fuß. Doch wieder Pech, als der Ball nach einer Flanke von Georgios Mittas und anschließendem Kopfball von Diop auf dem Querbalken landete. Und erneutes Pech für die Schwarz-Weißen, die in der Schlussphase alles nach vorn warfen, um doch noch den verdienten Ausgleich zu erzielen. Der eingewechselte Lukas Kusch setzte aus halblinker Position einen Heber an das Lattenkreuz.

„Wir haben unglaublich gut dagegengehalten, haben uns Torchancen erspielt. Unser Manko derzeit ist aber, dass wir keine Tore schießen. Vier Tore in fünf Spielen sind einfach zu wenig“, meinte Nolte. So gelang den SVGern nicht die Revanche für die im Pokal erlittene Niederlage. (gsd)

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