Fußball-Oberliga: Zwei Rote Karten in der Partie gegen den Aufsteiger TuS Bersenbrück

SVG mit viel Mühe zum 2:1

Völlig freistehend: Keine Mühe hat Göttingens Florian Evers in dieser Szene, den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen den Aufsteiger TuS Bersenbrück zu markiren. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe die SV G Göttingen den knappen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den frechen Aufsteiger TuS Bersenbrück unter Dach und Fach gebracht hatte und sich mit diesem zweiten Erfolg in Serie vorerst in das gesicherte Tabellenmittelfeld der Fußball-Oberliga schieben konnte.

„Ein verdienter Sieg aufgrund der ersten Halbzeit, in der wir klar hätten führen müssen aufgrund unserer dicken Torchancen“, resümierte SVG-Trainer Knut Nolte, der zudem von einem „Kampfspiel auf tiefem Boden“ sprach. In der Tat gingen die Schwarz-Weißen in den ersten zwölf Minuten geradezu fahrlässig mit ihren Tormöglichkeiten um. So hatte SVG-Torjäger Yannik Freyberg den Gästekeeper Christoph Bollmann auf der halblinken Position bereits ausgespielt, jagte den Ball aber über den langen Pfosten. In der sechsten Minute war es Jan-Patric Ziegler, der das Leder an den gegnerischen Querbalken schoss. Und in der zwölften Minute war Freyberg erneut sehr schön freigespielt worden, doch seinen zu harmlosen Torschuss konnte Bollmann erneut halten.

0:1 wie aus heiterem Himmel

Völlig überraschend gingen die Gäste nach 16 Minuten in Führung, als Emil-Gabriel Jula nach einer Maßflanke von Burhan Akbulut nur noch die Fußspitze hinhielt und damit den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hatte. Die 180 fröstelnden Zuschauer am Sandweg konnte dann aber in der 33. Minute das 1:1 bejubeln, für das Kapitän Florian Evers verantwortlich zeichnete. Ihm gelang der Ausgleich aus einer unübersichtlichen Situation, als er das Leder aus halblinker Position hoch ins lange Gäste-Toreck zirkelte.

In der 41. Minute sah Bersenbrücks Spieler Julius Liegmann nach einem rüden Foul vom schwachen Schiedsrichter Marius Schlüwe die Rote Karte, gelb hätte es auch getan. Ab der 58. Minute aber waren auch die SVGer personell dezimiert. Nach einem Zweikampf soll „Pepe“ Ziegler TuS-Torwart Bollmann angespuckt haben, was der SVG-Rechtsaußen vehement bestritt. „Wenn Pepe mir sagt, er habe nicht gespuckt, dann glaube ich ihm das. Pepe ist einer der ehrlichsten in unserer Mannschaft“, nahm Nolte seinen Spieler in Schutz.

In der 63. Minute war Mittelstürmer Lamine Diop nach einem langen Diagonalball zur Stelle und hob zur Freude der SVG-Bank den Ball über den aus seinem Tor herausstürmenden Bollmann hinweg in die gegnerischen Maschen zum alles entscheidenden 2:1-Sieg. Die Gäste aus Bersenbrück rannten nun an, doch vieles wirkte kopflos, so dass die Schwarz-Weißen diesen so wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt sichern konnte. (gsd)

Von Walter Gleitze

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