„Wir wurden verpfiffen!“ - Eintracht Northeim fühlt sich verschaukelt

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Das ist bitter! Die Eintracht verlor am Freitag äußerst unglücklich in Wunstorf. Das Bild entstand im Heimspiel gegen diesen Gegner in der vergangenen Saison. Thorben Rudolph bremst einen Gegenspieler, Christian Horst hat die Szene entspannt im Blick.

Die Siegesserie von Eintracht Northeim in der Fußball-Oberliga auf fremden Plätzen ist im fünften Spiel gerissen: Beim 1. FC Wunstorf musste die Elf von Trainer Malte Fröhlich am Freitag mit 1:2 (0:1) die erste Auswärtsniederlage hinnehmen.

Wunstorf. Auf der Heimreise boten die Begleitumstände der Partie allerdings reichlich Gesprächsstoff. Thema Nummer eins waren die umstrittenen Entscheidungen von Schiedsrichter Scheper (Emstek). „Was der geleistet hat, war nicht mal Kreisklasse. Der hat uns einfach nur verpfiffen“, sagte Eintracht-Trainer Fröhlich.

Besonders zwei Szenen mit Mehdi Mohebie sorgten auch lange nach dem Schlusspfiff noch für Verbitterung. Schließlich wurde ihm erst ein regulärer Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsposition geklaut und später auch noch ein klarer Elfmeter verweigert.

Dabei hätte die Barne-Arena in Wunstorf für Mohebie an seinem 32. Geburtstag zur großen Bühne werden können. Das Geburtstagskind egalisierte nach 70 Minuten den 0:1-Rückstand, den Schirrmacher in der 19. Minute besorgt hatte. In dem offenen Schlagabtausch landete ein Abschlag von Torhüter Köhler bei der gegnerischen Mannschaft, die das Geschenk annahm. In Durchgang zwei wurde die Dominanz der starken Eintracht mit dem Ausgleich von Mohebie (70.) belohnt. Der Jubel war noch nicht verklungen, da führte eine Unstimmigkeit zwischen Horst und Baar zur erneuten Wunstorfer Führung durch Scheffler.

„Was dann kam, habe ich noch nie erlebt. Wir haben gegen 13 Mann gespielt“, schildert Fröhlich die bitteren Minuten. Mohebiehs Freude über das 2:2 (77.) beendete der Abseitspfiff des Schiris. Kurz danach wurde er im Strafraum der Gastgeber deutlich umgestoßen. Doch statt Elfmeter zu geben und den Wunstorfer vom Feld zu stellen, ließ der Referee die Partie einfach weiterlaufen. „Die Mannschaft hat wirklich gut spielt, aber unter diesen Umständen war die Niederlage nicht zu verhindern“, haderte Fröhlich.

Eintracht: Köhler - Ziegler (83. Grunert), Horst, Baar, Steinhoff - Rudolph, Blötz - Strzalla (68. Sinram-Krückeberg) Mohebie, Jäckel (60. Fischer) - Zimmermann.

Tore: 1:0 Schirrmacher (19.), 1:1 Mohebie (70.), 2:1 Scheffler (73.). (osx)

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