Verbandsliga: Keims erfolgreicher Einstand beim Schwalmstädter 2:1 über Neuhof

André Karl glänzt als Joker

Hatte Pech mit einem Lattenschuss: Schwalmstadts Benedikt Jäckel (r.), der hier dem Neuhofer Tomislav Labudovic entwischt.

schwalmstadt. „André Karl“ schallte aus dem Schwalmstadion. Nein, nicht die Fans des 1. FC Schwalmstadt skandierten den Namen des Verbandsliga-Stürmers, sondern seine Mannschaftkameraden. Feierten den 28-Jährigen und damit einen schwer erkämpften 2:1 (0:1)-Erfolg gegen den SV Neuhof, der nicht zuletzt der Einwechslung des FCS-Neuzugangs geschuldet war.

Als André Karl nach 77 Minuten für den verletzten Benedikt Jäckel aufs Feld kam, hatte der Gastgeber nämlich noch zurück gelegen. Trotz Dauerdrucks, trotz Chancen in Hülle und Fülle, bei denen Torwart Ditzel im Weg stand oder aber die Latte, die Benedikt Jäckel per Fuß (46.) und Patrick Herpe per Kopf (56.) getroffen hatten. Die in der ersten Hälfte noch so souveränen Gäste wackelten, aber sie fielen nicht.

Bis der FCS, respektive Karl, den Ausgleich „erzwang“ (Trainer Keim): Der agile Sefa Cetinkaya war nach einem Solo erneut an André Ditzel gescheitert, ehe der Joker aus dem Gewühl heraus den Abpraller über die Linie bugsierte (81.). „Dafür hat mich der Trainer gebracht“, stellte der Torschütze zurückhaltend fest. An der Führung seiner Mannschaft war er als Vorbereiter beteiligt, denn seine Kopfballverlängerung verwertete Patrick Herpe zum umjubelten 2:1 (82.).

Der Rest war Nervensache. Und der erste (richtige) Sieg nach neun Spielen erst perfekt, nachdem Marko Curic (84.) an der Latte und Nikolcho Gorgiev (86.) an Schlussmann Wörmann gescheitert waren. Da spielte auf einmal die für ein Schlusslicht charakteristische Verunsicherung wieder mit. „Wenn Du im Mittelfeld stehst, bringst Du einen solchen Vorsprung lockerer über die Runden“, hatte Christoph Keim durchaus Verständnis für den ängstlichen, und angesichts der eigenen Überlegenheit höchst unnötigen Rückzug seines Teams.

Steigerung nach der Pause

Das war schon in der ersten Halbzeit wankelmütig geworden, hatte nach akzeptablen Beginn immer mehr die Initiative abgegeben - und Riesenprobleme in der Spieleröffnung offenbart, noch geschürt durch das Neuhofer Pressing sowie deren verdiente Führung durch Marko Curic. „Uns fehlte der Mut und die nötigen Anspielstationen zum Kombinieren“, hatte der FCS-Coach das Übel schnell erkannt und offenbar in der Pause abgestellt.

Denn auf einmal lief der Ball und der Gegner hinterher. Auf einmal drehten Sefa Cetinkaya und Ricardo Seck auf, auf einmal klappte das Umschaltspiel, auch weil sich seine Elf die zweiten Bälle erkämpfte. Das hätte allerdings alles nichts genutzt, wenn der Rückkehrer bei seinem erfolgreichen Einstand nicht noch einen echten Trumpf in der Hinterhand gehabt hätte. • Schwalmstadt: Wörmann - Dietz, F. Seck, Luther, R. Seck - Preuß, Brandner (57. Omerovic) - Cetinkaya, herpe, Wolf (73. Lindenthal) - Jäckel (79. Karl). Neuhof: Ditzel - Hasanagic, Manns, Labudovic, Bräuer - Lazarevski (86. Schmitt), Kengni Fotsing, Duvnjak (77. Agovic) - Curic, Görner, Gorgiev (88. Akbulut). Tore: 0:1 Curic (37.), 1:1 Karl (81.), 2:1 Karl (82.).

Von Ralf Ohm

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