Verbandsliga: CSC 03 Kassel und GSV Eintracht Baunatal gewannen bisher alle Nachbarschaftsduelle

Wer behält weiße Derby-Weste?

Will seine Mannschaft zum Derbysieg gegen Eintracht Baunatal führen: CSC 03-Mittelfeldspieler Christian Käthner (links) hier beim schwererkämpften 4:3-Sieg im Heimspiel gegen Petersbergs Philipp Mötzung. Foto: Fischer

Kassel/Baunatal. Achtes Derby der Verbandsliga-Mannschaften aus der Region Kassel: Im Rahmen des zwölften Spieltags empfängt der CSC 03 Kassel den GSV Eintracht Baunatal am Sonntag um 15 Uhr im Jahnstadion am Kasseler Kreisel. Ein Vergleich der beiden Aufsteiger in fünf Punkten:

1.Das Saisonziel: Der Kasseler Traditionsverein will mittelfristig (wieder) zur Nummer zwei hinter dem KSV Hessen Kassel werden.Anders ausgedrückt: Nach drei Aufstiegen in Folge von der neuntklassigen Kreisliga A bis in die sechstklassige Verbandsliga soll zeitnah der Sprung in die fünftklassige Hessenliga folgen. Baunatal ist bereits klar die Nummer zwei – allerdings in Baunatal. Für die Großenritter zählt nur der Klassenerhalt.

2.Die Bilanz: Sowohl der CSC 03 als auch die Baunataler Eintracht gewannen bisher ihre Derbys. Die Rothosen besiegten Rothwesten (2:1) und den KSV Hessen II (5:2). Der GSV setzte sich gegen Bosporus (4:1) sowie gegen Rothwesten (3:1) durch.

3.Die Situation: Nach zwei Auswärtspartien (3:0 in Melsungen, 1:3 in Weidenhausen) spielen die Rothosen wieder im heimischen Jahnstadion. Neben Tabellenführer Sand ist der CSC das einzige Team, das zu Hause noch ungeschlagen ist. Bei der Eintracht wechselten sich Sieg und Niederlage in den letzten vier Partien regelmäßig ab. Zuletzt gewann der GSV gegen Schwalmstadt 3:2.

Die letzten drei Duelle gegen den CSC entschieden die Großenritter allesamt deutlich (5:2, 6:2, 6:0) für sich. Als bester Aufsteiger sind die Kreisel-Kicker aktuell allerdings favorisiert. Ihr Aufschwung dürfte in nicht unerheblichem Umfang auf die Unterstützung ihres Sponsors, des Mineralölhandel-Unternehmens Albert Beck, zurückzuführen sein. Trikotsponsor beim GSV ist das Großenritter Unternehmen Kopp Haustechnik.

4.Das Personal: Beim CSC hat Christian Käthner bisher am höchstklassigsten gespielt. Der Mittelfeldakteur lief in der Junioren-Bundesliga sowie in der Regionalliga für den KSV Baunatal auf – letzteres genau wie Lars Frerking. Bei der Eintracht ist neben dem langjährigen Vellmarer Christopher Löbel noch Jörn Katluhn Hessenliga-erfahren. Der 03er Igor Radisavljevic ist aktuell mit 11 Treffern der zweitbeste Liga-Torjäger. Die bislang meisten Treffer für den GSV erzielte Maximilian Norwig (5 Tore).

Neben den Langzeitverletzten Gianluca Maresca, Stefan Sostmann, David Simoneit und Recep Ersoy stehen beim CSC die gesperrten Jan Iksal und Michael Dawid sowie der beruflich verhinderte Tim Frackmann nicht bereit.

Beim Gegner aus Baunatal fehlen weiter Nico Schmeck, Jamie Scott, Niels Stollmaier und Jan Kraus. Tim Kraft ist gesperrt. Löbel, David Katluhn und Tim Kraus kehren wohl in den Kader zurück.

5.Die Stimmen: „Die Baunataler sind bisher hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben“, erwartet CSC-Trainer Lothar Alexi einen starken Gegner und führt weiter aus: „Das Offensiv-Trio Niels Willer, Jan-Philipp Schmidt und Maximilian Norwig hat Verbandsliga-Spitzenniveau. Nichtsdestotrotz wollen wir mit breiter Brust auflaufen und den Gegner wie gewohnt spätestens ab der Mittellinie zustellen.“

Auf Seiten des GSV hofft Trainer Manfred Katluhn „mit viel Glück“ auf „eine kleine Überraschung“. „Wir wollen so lange wie möglich dagegenhalten und eine ordentliche Figur abgeben“, sagt er. „Vor allem mit der kämpferischen Leistung war ich gegen Schwalmstadt zufrieden. „Wir wollen am Sonntag am Kreisel versuchen, vor allem das Kämpferische auf den Platz zu bekommen.“ (srx)

Von Sebastian A. Reichert

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.