Timucin übernimmt zunächst bei Verbandsliga-Aufsteiger

FC Bosporus trennt sich von Trainer-Duo Aral und Toksoy

Er ist nicht mehr Trainer des Verbandsliga-Aufsteigers FC Bosporus: Tuncay Aral, hier noch beim Tuspo Rengershausen, und der Klub aus der Nordstadt gehen getrennte Wege. Foto:  Fischer/nh

Kassel. Seit Dienstagabend gehen der Fußball-Verbandsliga-Aufsteiger FC Bosporus und sein erst seit Saisonbeginn im Amt befindliches Trainer-Duo Tuncay Aral und Kenan Toksoy getrennte Wege. Das teilte der Verein am Mittwoch mit.

DIE TRENNUNG 

„Wir waren uns in der Beurteilung der Lage und den Konsequenzen daraus nicht einig“, sagte Tuncay Aral. Und weiter: „Nur in dem Punkt, dass wir besser getrennte Wege gehen sollten, erzielten wir Übereinstimmung.“ Der FC Bosporus hatte aus sieben Spielen sechs Punkte geholt und zuletzt viermal in Folge verloren.

Damit war die Trennung besiegelt. Kapitän Antonio Rega bedauerte die erneute Trainerdemission und sagte: „Schade, dass es so schnell schon wieder zu einer Umstellung auf einen neuen Übungsleiter kommt. Die Mannschaft hätte gern noch mit Aral weitergearbeitet.“ Auch Abteilungsleiter Osman Albayrak bedauert, dass kein Konsens erzielt werden konnte: „Tuncay Aral hat gute Arbeit geleistet, wofür sich der Verein bedankt. Leider musste er in der schwierigen Situation ständig auf Urlauber und angeschlagene Spieler verzichten.“

DIE INTERIMSLÖSUNG 

Cihan Timucin

Nur einen Tag nach der Trennung wurde am Mittwoch der Neue der Mannschaft vorgestellt. Es handelt sich um einen Mann aus den eigenen Reihen: Abwehrspieler Cihan Timucin soll wieder Ruhe ins Team bekommen und es sicher zum Klassenerhalt führen. Dem 28-Jährigen kommt bei seiner Aufgabe sicher entgegen, dass die Mannschaft am Wochenende spielfrei ist und er genügend Zeit hat, die Spieler auf die kommenden schweren Aufgaben einzustimmen. „Timucin ist für uns im Moment genau der richtige Mann, weil er eng an den Spielern ist und über das gewisse Standing verfügt“, ist Albayrak von der Entscheidung überzeugt. „Mein Vorteil ist, dass ich Stärken und Schwächen eines jeden Einzelnen kenne. Gerade deshalb bin ich davon überzeugt, den Klassenerhalt zu schaffen“, freut sich Timucin auf die Zusammenarbeit mit der Mannschaft.

DER RÜCKBLICK 

Am 8. Juni dieses Jahres war die Welt in der Nordstadt noch in Ordnung. An diesem Abend schaffte es der Multi-Kulti-Klub, nach einem 5:0-Erfolg über Bronnzell in die Verbandsliga aufzusteigen. Nachdem sich die Feierlichkeiten einigermaßen beruhigt hatten, folgte dann der Paukenschlag: Bosporus und sein Trainergespann Yusuf Barak und Parham Nasseri trennten sich.

Nur wenige Tage später präsentierte Abteilungsleiter Osman Albayrak das neue Trainer-Duo. Tuncay Aral und Kenan Toksoy hielten nun die Fäden in der Hand. Die positiven Meldungen rissen nicht ab, fast im 24-Stunden-Takt wurden neue Spieler verpflichtet, und bei der Vorstellung des Verbandsliga-Teams sprachen sie beim FC nicht nur vom Ligaverbleib. Jetzt ist auch diese Zusammenarbeit Geschichte.

Von Horst Schmidt

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