Schwalmstadt: 0:4 nach 80 Minuten in Unterzahl

Cetinkaya fliegt und FCS verliert

Sefa

hünfeld. Wohl dem, der aus Schaden klug wird. Wer es nicht tut, muss gemeinhin zahlen. Wie Fußball-Verbandsligist 1. FC Schwalmstadt mit der zehnten Saisonniederlage, dem 0:4 (0:1) beim SV Hünfeld, die nicht zuletzt auch auf das Konto des bereits sechsten Platzverweises der laufenden Spielzeit ging, als Sefa Cetinkaya bereits nach zehn Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah. Der Offensivspieler soll dem Referee nach einem Foul seines Teamkollegen Steven Preuß den Vogel gezeigt haben.

80 Minuten beim Tabellenzweiten in Unterzahl - das konnte nicht gut gehen. Und ging es auch nicht. Auch weil Jan-Henrik Wolf die erste Großchance des Spiels nach schöner Vorarbeit von Ricardo Seck nicht nutzen konnte, als der offensive Mittelfeldspieler aus zehn Metern knapp verzog. Nach 37 Minuten kam beim Gastgeber Maximilian Fröhlich für den verletzten Robert Simon, sieht wegen zu frühen Betretens des Spielfeldes gleich mal die gelbe Karte - und trifft kurz vor der Pause zum 1:0. Nach einem Krieger-Zuspiel tauchte er allein vor Wörmann-Vertreter Alessandro Seck auf und ließ dem FCS-Schlussmann keine Chance.

Das gab dem Gast schon fast den Rest, eine Reaktion auf die etwas glückliche Gastgeberführung blieb aus. Stattdessen bestimmten fortan die Weber-Schützlinge das Geschehen und drängten auf das zweite Tor. Das erzielte nach Kriegers Pfostenschuss Christoph Neidahrdt (63.), allerdings aus abseitsverdächtigr Position, als Alessandro Seck Kriegers Flachschuss vor dessen Füße abprallen ließ.

Endgültig entscheiden war die Partie nach dem 13. Saisontor von Marek Weber zum 3:0 (72.). Für das aus Schwälmer Sicht ziemlich frustrierende Endresultat sorgte Christoph Neidhardt (75.).

Damit scheint der Aufbruch-Effekt nach dem 2:1 gegen Neuhof, der erste Dreier nach zehn sieglosen Spielen, schon wieder verpufft. Und die Tendenz, sich selbst zu schwächen, scheint sich fortzusetzen. „Darüber müssen wir reden“, sagt Marco Schwab, der Trainer Christoph Keim (privat verhindert) vertrat. Trotz des noch ausstehenden Spiels in Rothwesten ist damit sicher, dass der Relegationsteilnehmer der letzten Saison auf einem Abstiegsplatz überwintern wird. • Schwalmstadt: A. Seck - R. Seck (69. Karl), F. Seck, Luther, Dietz - Gerstung, Preuß - Cetinkaya, Herpe, Wolf (81. Brandner) - Jäckel (55. Lindenthal). Tore: 1:0 Fröhlich (45.), 2:0 Neidhardt (63.), 3:0 Weber (72.), 4:0 Neidhardt (75.). SR: Schröder (Frankfurt). Rote Karte: Cetinkaya (10., wegen Schiedsrichterbeleidigung).(ohm)

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