Verbandsliga: Schwalmstadt kommt bei Schwab-Einstand nicht über 0:0 hinaus

Emsig, aber erfolglos

Durch die Mitte: Schwalmstadts Debütant Mehmed Omerovic (Mitte) versucht sich hier gleich gegen zwei Kasseler -l Can Yilmaz (l.) und Christian Rezene durchzusetzen. Foto: Kasiewicz

ZIEGENHAIN. Der 1. FC Schwalmstadt tritt auf der Stelle. Erneut verpasste der heimische Fußball-Verbandsligist den erhofften Befreiungsschlag und musste sich gegen den gleichfalls abstiegsgefährdeten Aufsteiger FC Bosporus Kassel mit einem 0:0 zufrieden geben. „Wir haben uns als Mannschaft präsentiert, müssen aber noch kaltschnäuziger auftreten“, sagt Interimstrainer Schwab zu seinem Einstand.

Rechnerisch betrachtet bleibt es damit bei der enttäuschenden Bilanz, dass dem FCS in der gesamten Hinrunde kein Heimerfolg gelang. Sportlich gesehen bot das Schlusslicht ohne Ricardo Seck und Matthias Lutz 90 Minuten Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft. Spielerische Feinheiten ließ der kürzlich gesandete, jedoch nach wie vor holprige Platz nur selten zu. „Uns war klar, dass uns da keine einfache Aufgabe bevorsteht“, erklärte Marco Schwab.

Und meinte damit wohl auch den Erfolgsdruck seiner Mannschaft. Viele, weit in die gegnerische Hälfte geschlagene, auf Zufall angelegte Bälle sowie einige Verzweiflungsaktionen der Angreifer gegen Schluss der Partie ließen reichlich Unsicherheit und wenig Selbstvertrauen erkennen. Die Lockerheit und Leichtigkeit vor dem gegnerischen Tor scheint abhanden gekommen.

Etwa bei den besten Torchancen der Schwälmer in der ersten Halbzeit durch Jan Henrik Wolf nach einem Pressschlag zwischen Benedikt Jäckel und Torwart Antonio Rega (11.). Sowie bei den Versuchen von Steven Preuß nach einem Jäckel-Rückpass von der Torlinie (14.) und nach einem Jäckel-Steilpass (42.).

Die Gäste boten durchaus gefällige Defensivkünste, waren jedoch in ihren Angriffsbemühungen viel zu harmlos und blieben ohne eine zwingende Torgelegenheit während des ganzen Spiels. Was auch Bosporus-Spielertrainer Cihan Timocin nicht entgangen war: „Stark ersatzgeschwächt konnten wir im Spiel nach vorne keine Bälle festmachen.“

So waren es nach der Halbzeitpause wiederum die mit Mehmet Omerovic und Simon Luther erstmals in der Startelf angetretenen Hausherren, die dieser leidenschaftlich geführten Partie ihren Stempel aufdrückten. Die es jedoch erneut nicht verstanden, die sich bietenden Möglichkeiten für den unermüdlich rackernden Preuß (52., 87.) sowie Sefa Cetinkaya (75., 86.) zum entscheidenden Treffer zu nutzen. Was im Schlussspurt auch für Simon Luther galt, der einen Cetinkaya-Freistoß verfehlte (88.). • FCS: Wörmann - F. Seck, Gerstung, Luther, Liebermann - Preuß, Brandner - Omerovic (77. Klaus), Cetinkaya, Wolf (84. Mitchell) - Jäckel (64. Karl). Bosporus: Rega - Kahraman, di Carlo, Bayoud, Rezene - Timocin (73. Cira), Karci, Kahl - Cemali, Yantut, Yilmaz (90.) Albayrak. SR: Pfeiffer (Butzbach). Z: 120.

Von Bernd Knauff

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