Verbandsliga: Eintracht Baunatal reist nach fünf Heimspielen in Folge nach Bad Soden

„Endlich wieder auswärts“

Freut sich auf die Auswärtspartie in Bad Soden: Eintracht Baunatals Torhüter Maurice Kraft bringt hier das Spiel seiner Mannschaft wieder in Gang. Rechts David Fichte (Rengershausen) Foto: Fischer/nh

Baunatal. 21 Heimspiele war der GSV Eintracht Baunatal auf der heimischen Langenbergkampfbahn ungeschlagen geblieben. Nach vier Niederlagen in den letzten fünf aufeinanderfolgenden (Heim-)Spielen haben die Großenritter nach dem Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga jetzt schon so viele Pleiten zu Hause auf ihrem Konto wie in den kompletten beiden letzten Spielzeiten zusammen. Nun geht es zum Glück wieder auswärts ran. Eine Analyse mit Torwart Maurice Kraft.

„Dass mal wieder ein Auswärtsspiel ansteht, ist vielleicht nicht so schlecht“, sagt der 24-jährige Schlussmann. „Zumindest gefühlt haben wir uns auch schon in der vergangenen Saison auswärts oft leichter getan.“ Am achten Spieltag muss der GSV bei der SG Bad Soden ran. Nach fünf Heimspielen in Folge kommt gleich das entgegengesetzte Extrem – die weiteste Auswärtsfahrt der Saison. Der Anpfiff ist am Samstag um 15 Uhr. Die Eintracht-Kicker werden mit einigen Anhängern in einem gemieteten Reisebus die zweistündige Fahrt ins Kinzigtal antreten.

Das 0:3 (0:1) in Weidenhausen am Samstag war für die ambitionierten Sodener die dritte Niederlage in Folge und das fünfte Spiel hintereinander ohne Sieg (2:10 Tore). „Gerade aufgrund dieses Negativtrends werden sie alles dransetzen, gegen uns zu gewinnen“, warnt Kraft. Der Vize-Kapitän wechselt sich in der Saison im Kasten mit Lukas Rudolph ab. „Mit seinen 19 Jahren ist er richtig stark – auf der Linie vielleicht sogar schon besser als ich“, lobt das Eintracht-Eigengewächs seinen Torwartkollegen.

Fünf Heimspiele in Folge, dabei die letzten drei nacheinander verloren – für Kraft lohnt sich trotz dieser auffälligen Misere eine genauere Analyse. „Wir haben gegen die Meisterschaftsfavoriten Lehnerz und Hünfeld gespielt – und gegen Lehnerz gewonnen. Richtig schlecht waren wir eigentlich nur beim 1:6 gegen Neuhof. Die Spiele gegen Willingen und Melsungen waren eng – da hat uns bei den 1:2-Niederlagen nur etwas die Cleverness gefehlt.“

Neben den Langzeitverletzten Jamie Scott, Nico Schmeck und Blazej Wierzbicki fehlen auch David Katluhn (Studium) sowie der privat verhinderte Catalin Cobileanu, Florian Pusch (Urlaub) und wohl auch der zuletzt verletzte Pascal Preuß. Kevin Hofmann und Christopher Löbel sind hingegen wieder einsatzbereit.

Dass die jüngste Negativheimserie die Eintracht entscheidend im Kampf um den Ligaverbleib herunterzieht, glaubt Maurice Kraft derweil nicht. „Wir sind eine gestandene Mannschaft, die das wegsteckt“, sagt er und fügt hinzu: „Uns war klar, dass unsere Siegesserie nicht so weitergehen wird, wie in der herausragenden Aufstiegssaison. Die Verbandsliga ist Neuland für die meisten von uns, und ein riesiger Sprung, was das Tempo betrifft. Die ersten Spiele haben bestätigt, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, die Klasse zu halten.“

Von Sebastian A. Reichert

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