Verbandsliga: Beim MFV und Flieden fehlt im Verfolgerduell je ein entscheidender Spieler

Folgt nächste Jubelarie?

Weggespitzelt: Melsungens Stürmer Florian Korell (hier im Spiel gegen den KSV Hessen Kassel II) winkt ein Einsatz von Beginn an. Denn Torjäger Mario Kilian weilt im Urlaub. Foto: Hedler

Es ist das Duell der zwei formstärksten Teams in der Fußball-Verbandsliga. Der Melsunger FV (14 Punkte aus den letzten sechs Spielen) empfängt am Sonntag (15 Uhr, Freundschaftsinsel) Hessenliga-Absteiger Buchonia Flieden (17 Punkte aus den letzten sieben Spielen).

Allerdings müssen beide Mannschaften auf jeweils einen Leistungsträger verzichten. Bei den Bartenwetzern hat sich der in Topform befindliche Stürmer Mario Kilian in den Urlaub verabschiedet. Bei den Osthessen fehlt Imal Schersadeh. Ausgerechnet der Spielmacher, der maßgeblichen Anteil am Aufschwung nach einem verpatzten Saisonstart trägt. Der Neuzugang aus Fulda sah im hitzigen Derby am Mittwoch gegen Neuhof vor 600 Zuschauern die Rote Karte. Beim 3:3 leistete sich die Mannschaft von Trainer Mike Voll den ersten Punktverlust seit Wochen. Wobei das Remis eher als Punktgewinn zu deuten ist.

Denn Stürmer Fabian Schaub (Bruder von Österreichs Bundesligaspieler Louis Schaub) traf zum Ausgleich in der Nachspielzeit. Um den Stoßstürmer dreht sich wie in jeder Saison alles im Königreich. Der Angreifer zählte schon in der Hessenliga zu den torgefährlichsten Spielern und beweist das auch in der Verbandsliga: zehn Spiele, sechs Tore. Um ihn müssen sich MFV-Kapitän Hendrik Schmidt und Marc Wenderoth im Wechsel kümmern. „Das passt ganz gut, da beide robust sind“, sagt Trainer Timo Rudolph.

Innenverteidiger Jan Hille muss aufgrund einer Oberschenkelzerrung passen, ansonsten ist der MFV-Kader komplett. Ein Platz in der Startelf winkt wieder Florian Korell. Der Joker machte in Rothwesten (3:2) mit Nachdruck auf sich aufmerksam und ist der erste Kilian-Ersatz.

Ansonsten geht es gegen Flieden darum, möglichst Eckbälle zu vermeiden, denn die Osthessen haben einige Kicker mit Gardemaß in ihren Reihen. „Zuhause wollen wir siegen, auswärts punkten“, gibt Gästetrainer Voll die Marschrichtung vor. Sein Trainerkollege erhofft sich eine volle Hütte. „Bei den Zuschauerzahlen haben wir auf jeden Fall noch Potenzial nach oben. Vor allem da wir ein Verein aus Melsungen sind, der auch mal ein Spiel gewinnt“, sagt Rudolph augenzwinkernd mit Blick auf die Erstliga-Handballer. (dts)

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