1. FC Schwalmstadt: Hoffen auf Janis Lerch – Gastgeber Flieden hat einen Lauf

Grundtugenden der Schwalmstädter gefragt

Spielt er oder spielt er nicht? Schwalmstadts Innenverteidiger Jannis Lerch (rechts), hier im Kopfballduell mit dem Korbacher Christoph Osterhold, den eine Meniskusverletzung plagt. Foto: Hahn/nh

Schwalmstadt. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, dem im Fall des 1. FC Schwalmstadt ein heftiges Wundenlecken vorausging. Denn: Der heimische Fußball-Verbandsligist fährt mit der Hypothek einer 0:5-Pleite beim Schlusslicht Petersberg zum Tabellendritten SV Buchonia Flieden (So. 15 Uhr).

„Wir drehen weiter an den Schrauben“, versichert Alexej Möller. Und meint insbesondere die  „Grundtugenden“ der Spieler, „bei denen es sicherlich noch Luft nach oben gibt.“ Zwecks Verbesserung der Laufbereitschaft, des Kampfgeistes und der Zweikampfstärke sei laut des Co-Trainers „knallharte Basisarbeit“ nötig, die schon beim Hessenliga-Absteiger fruchten soll.

Weiter „ohne Sechs“ (Cetinkaya, F. und R. Seck, Jäckel, Preuß und Lutz) und deshalb auch mit neuformierter Viererkette, in die Jannis Lerch (wenn er denn rechtzeitig fit wird) und Kevin Kutzner nach seinem „Ausflug“ hinter die einzige Spitze André Karl rücken könnten. Immerhin: Patrick Herpe und Leon Lindenthal sind wieder im Training und vielleicht für einen Kurzeinsatz gut.

Weit weniger Improvisationsbedarf hat Trainerkollege Mike Voll. Der kann weitgehend auf die Mannschaft zurückgreifen, die zuletzt vier Siege in Folge eingefahren hat und damit nach drei Niederlagen offensichtlich die Kurve gekriegt und die Nachwehen des Abstiegs abgeschüttelt hat. Auch ein Verdienst von Rückkehrer Leonardo Kovacevic, der als Stabilisator vor der Abwehr bei seinem Comeback am vierten Spieltag (5:1 bei Bosporus Kassel) die Wende (mit) einleitete. Dazu haben nach Anfangsproblemen die Neuzugänge Tobias Bartel, Christian Kress und Imal Schersadeh hervorragend eingeschlagen.

Ansonsten kann sich Fliedens Coach wie gehabt auf die Treffsicherheit von Marco Gaul und Fabian Schaub verlassen, die beide schon vier Treffer erzielt haben. „Die müssen wir im Verbund ausschalten“, erklärt Alexej Möller, was eine intensive Kommunikation zwischen den Innenverteidigern und den Sechsern erfordert.

Damit rechnen, nach ihrem Fehlstart unterschätzt zu werden, können die Schwalmstädter nicht. Dazu ist bei den Gastgebern laut Voll die Erinnerung an die ersten drei erfolglosen Spieltage „noch zu frisch, um jetzt abzuheben“. Trotzdem rechnet sich der ehemalige Mengsberger mit seiner Elf auch als „klarer Außenseiter“ etwas aus. Wenn sie abruft, was sie kann. Und sich auf die Grundtugenden besinnt.(ohm)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.