Verbandsliga: FCS dominiert Spiel gegen Lehnerz II, kommt aber über 1:1 nicht hinaus

Ein Hoffnungsschimmer

Viel unterwegs, aber auch ohne Glück im Abschluss: FCS-Angreifer Jan Henrik Wolf (r.), hier im Zweikampf mit Lehnerz‘ Paul Hohmann. Foto: Hahn

schwalmstadt. Wieder kein Heimsieg. Erneut blieb ein immenser Aufwand unbelohnt. Und doch bot das eigentlich enttäuschende 1:1 (0:0) des 1. FC Schwalmstadt gegen den TSV Lehnerz im Kellerduell der Fußball-Verbandsliga etwas Licht am Ende des Tunnels. „Wir haben uns voll reingehauen, wenig Chancen des Gegners zugelassen und sind nach dem Rückstand nochmal zurück gekommen“, fasste FCS-Trainer Hauer die positiven Erkenntnisse eines einseitigen Spiels zusammen.

Die wohl erfreulichste: Das Schlusslicht steckte nach dem eigenen erfolglosen Anrennen das völlig überraschende (und unverdiente) 0:1 durch Luca Gaul weg (74.) und glich kurz darauf durch Fabian Seck nach einer Cetinkaya-Ecke zumindest noch aus (84.). Jakob Gerstung hätte danach sogar für den ersehnten ersten Erfolg vor eigenem Publikum sorgen können, doch der Innenverteidiger köpfte aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei (86.).

Eine dramatische Schlussphase nach bis dahin einseitigem Spielverlauf. „Wir haben endlich wieder zu unserem Offensivfußball gefunden und die Partie über weite Strecken dominiert“, erklärte der agile Schwälmer Angreifer Wolf mit Blick auf das Chancenverhältnis und die Spielanteile. Vor dem Lattenschuss von Lehnerz‘ Dennis Sorg (5.) hatten Patrick Herpe (3.) und Fabian Seck (4.) bereits die FCS-Führung auf dem Fuß bzw. auf dem Kopf. Danach zog sich der Gast mehr und mehr zurück, so dass aus dem anfänglichen offenen Schlagabtausch ein Schwalmstädter Sturmlauf wurde. Mit Sefa Cetinkaya als fleißigen Antreiber und einer kompakten Absicherung nach hinten, wobei die TSV-Entlastungsangriffe bereits im Mittelfeld unterbunden wurden. Allerdings: Den vielversprechenden Offensivbemühungen fehlten ebensolche Abschlüsse. „Der letzte entscheidende Pass in den Strafraum hat gefehlt“, bekannte Dauerrenner Wolf.

So drängte sich die Frage auf: Wie lange kann der Gastgeber dieses hohe Tempo gehen? Und: Wann würde er endlich für seinen großen Einsatz belohnt?

Die Antwort gaben die Osthessen, nachdem zuvor erneut Patrick Herpe knapp gescheitert war (54.). Nach Preuß‘ verletzungsbedingten Ausfall kam erstmals Sand ins FCS-Getriebe und der Gast roch den Braten, befreite sich, ohne dass sich sein überraschendes Führungstor irgendwie angekündigt hätte. Das galt indes auch für den Ausgleich, denn danach nochmal die Ärmel aufzukrempeln erfordert eine nicht alltägliche Moral. Schwalmstadt hatte sie. „Und will darauf“, so Jan Henrik Wolf, „nun aufbauen.“ • Schwalmstadt: Wörmann - Kutzner, Gerstung, F. Seck, Dietz - R. Seck, Preuß (60. Lutz), Liebermann (77. Karl), Cetinkaya - Wolf, Herpe (67. Jäckel). Lehnerz: Grösch - Gaul, Weldetusae, Scholz (85. Wymen), Say - Sorg, Hohmann, Balzer (58. Kocak), Nuspahic (69. Roth) - Sternstein, Wollny. SR: Werner (Zierenberg). Tore: 0:1 Gaul (74.), 1:1 F. Seck (84.).

Von Ralf Ohm

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