Verbandsliga: Hauer-Elf hat nach Befreiungsschlag Tabellenführer Sand zu Gast

Kann der FCS nachlegen?

Mittendrin, statt nur dabei: Brian Mitchell (Mitte), hier umringt von vier Hünfelder Spielern, ist für das Topspiel die einzige Alternative im Sturmzentrum des 1. FC Schwalmstadt. Foto: Kasiewicz

Schwalmstadt. Ein imposanter Sieg macht‘s möglich: Der 1. FC Schwalmstadt, eher schwach in die Saison gestartet, ist wieder „da“. Und will nach dem furiosen 3:1 beim Aufstiegsfavoriten SG Bad Soden unbedingt nachlegen. Dazu hat der heimische Handball-Verbandsligist keinen Geringeren als den aktuellen und noch ungeschlagenen Tabellenführer SSV Sand (Sa. 15.30 Uhr Herbert Battenfeld Stadion) zu Gast.

„Natürlich ist Sand nach dem tollen Saisonstart Favorit, doch wir wollen unser starkes Spiel in Bad Soden unbedingt bestätigen“, sagt FCS-Trainer Hauer. Rechnet sich also, entsprechende Konstanz der Leistung seiner Schützlinge vorausgesetzt, auch gegen den vermeintlichen Lieblingsgegner der Schwälmer – in den letzten acht Duellen gab‘s sechs Siege und zwei Unentscheiden – etwas aus. Der Personalprobleme zum Trotz, mit denen er seit dem ersten Spieltag zu kämpfen hat. Diesmal fallen Leon Lindenthal (Zerrung), Steven Preuß (Wadenverletzung), Benedikt Jäckel (Knieprobleme) und Ricardo Seck (Urlaub) sicher aus, kurzfristig hat sich auch noch Patrick Herpe (Lymphknoten entfernt) abgemeldet.

Also sollen es erneut die „jungen Wilden“ richten. Etwa Brian Mitchell in der verwaisten Sturmspitze, oder Jakob Gerstung und Edgar Klaus im zentralen Mittelfeld. Immerhin kann Harald Hauer auf seine zuletzt so starke Defensivabteilung vor Torwart Sacir Nikocevic bauen, die es mit einem Offensiv-Quartett der Extraklasse zu tun bekommt: mit den Außen Daniel Wagner (schon vier Tore) und Viktor Moskaltschuk sowie den zentralen Steffen Klitsch und Tobias Oliev, der sich auch schon mal zurück fallen lässt und Spielmacheraufgaben übernimmt.

Starke SSV-Defensive

Noch beeindruckender die Defensivbilanz der Wefringhaus-Schützlinge, die in fünf Spielen nur drei Gegentore kassierten. Auch ein Verdienst von Innenverteidiger Bräutigam. „Unser starkes Pressing lässt kaum gegnerische Torchancen zu“, lüftet der Ex-Schwalmstädter das bisherige Erfolgsgeheimnis einer erfahrenen und eingespielten Mannschaft, die nur wenige Neuzugänge (u.a. den Waberner Florian Amert) zu integrieren hatte. Mal operiert sie mit einer Dreier-, mal mit einer Vierer-Abwehrkette, je nach gegnerischem Offensivpotenzial.

Das war‘s dann aber auch schon mit der Ausrichtung am Kontrahenten. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, verspricht Steffen Bräutigam. In der Hoffnung, auf eine Wende der Statistik, an der er selbst in vier Jahren am Fünftenweg tatkräftig mit gearbeitet hat.

Von Ralf Ohm

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