Verbandsliga: Fünf Punkte vor der Partie der Eintracht gegen Schwalmstadt

Kellerduell in Baunatal

Hoffen wieder auf Anlass zum Jubel: Die Baunataler (von links) Jörn Katluhn, Tim Kraus und Maximilian Norwig feiern einen Treffer gegen den FC Bosporus Kassel. Archivfoto: Hedler

Kassel. Sorgenfrei von den fünf Fußball-Mannschaften aus der Region in der Verbandsliga Nord ist derzeit nur Aufsteiger CSC 03 Kassel als Tabellenfünfter. Mit dem KSV Hessen Kassel II (15./17:24/9), FC Bosporus Kassel (14./28:29/10), Eintracht Baunatal (12./24:27/12) und dem TSV Rothwesten (11./19:22/14) rangieren die vier weiteren Teams aktuell auf Abstiegsplätzen oder ganz knapp davor.

Am elften Spieltag empfangen die Großenritter jetzt am Sonntag ab 15 Uhr auf der heimischen Langenbergkampfbahn den 1. FC Schwalmstadt zum Kellerduell.

1.Die Ausgangslage: Baunatal gewann am vergangenen Samstag nach zuvor fünf Niederlagen zwar beim 8:0-Schützenfest in Petersberg erstmals wieder, wurde durch das 0:5 am Montag in Eschwege dann aber wieder auf den Boden der Aufsteiger-Tatsachen zurückgeholt. Schwalmstadt holte sieben seiner acht Punkte auswärts, fuhr aber zuletzt von 18 möglichen nur einen einzigen Zähler ein und ist Vorletzter der Fairnesswertung.

2.Der Punkteschnitt: Die Eintracht holte als Aufsteiger in den ersten elf Partien zwölf Zähler, was einem Punkteschnitt pro Partie von 1,1 entspricht. Punkten die Baunataler in den noch verbleibenden 21 Begegnungen so weiter, würden sie am Saisonende bei 35 Punkten landen. In der vergangenen Saison hätte das ganz knapp zum Ligaverbleib gereicht. Um die magische 40-Zähler-Grenze zu erreichen, müsste der GSV seinen Punkteschnitt auf 1,3 erhöhen.

3.Die Historie: Die Schwalmstädter gewannen die zurückliegenden vier Duelle (19:4 Tore). Das bis heute letzte Spiel zwischen der Baunataler Eintracht und dem 1. FC Schwalmstadt gab es vor siebeneinhalb Jahren.

Damals waren zum Beispiel die Baunataler Nils Stollmaier, Christopher Löbel und Jörn Katluhn auch schon für das Team von Trainer Manfred Katluhn aktiv. Am Ende der Saison 2008/09 mussten sich die Eintracht als Letzter aus der Verbandsliga verabschieden, Schwalmstadt stieg in die Hessenliga auf.

4.Die Einordnung: Der Sechstletzte empfängt den Vorletzten – von der Tabellenkonstellation ist es ein Kellerduell. Eintracht-Trainer Manfred Katluhn sieht die Partie jedoch ganz anders. „Schwalmstadt gehört nicht da unten hin. Mittelfristig werden sie nicht dort stehen“, sagt er. „Wir sehen sie absolut nicht als Konkurrenten um den Klassenerhalt. Wir werden dagegen wohl bis zum letzten Spiel gegen den Abstieg kämpfen müssen.“

5.Die Taktik: „Schwalmstadt hat eine starke Offensive“, warnt Manfred Katluhn. „Da werden wir alle Hände voll zu tun haben, dagegenzuhalten.“ Die Negativserie des Vizemeisters sieht der GSV-Trainer eher als Nachteil denn als Vorteil für die eigene Mannschaft an.

„Sie werden uns auf keinen Fall unterschätzen. Mir wäre es lieber, sie würden als Tabellenführer kommen.“ Personell hofft Katluhn, dass Jan-Philipp Schmidt nach überstandener Mittelohrentzündung wieder einsatzbereit sein wird. Die Langzeitverletzten Nico Schmeck, Jamie Scott und Niels Stollmaier fehlen ebenso wie Jan Kraus (Studium) weiterhin. Archivfoto: sdx(nh

Von Sebastian A. Reichert

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.