Verbandsliga: Aussetzer in Defensive leiten 1:3-Niederlage gegen Kellerkind Petersberg ein

MFV-Krise spitzt sich zu

Glücklos: Melsungens Stürmer Florian Korell (vorne) wird bedrängt von Petersbergs Kubilay Kücükler. Der MFV rutscht nach dem 1:3 tiefer in den Tabellenkeller. Foto: Hahn

Melsungen. Die Talfahrt von Fußball-Verbandsligist Melsunger FV geht weiter. Nach der 1:3 (0:2)-Niederlage gegen den RSV Petersberg rangiert das Team des Trainerduos Sascha Beetz und Timo Rudolph nun auf einem möglichen Abstiegsplatz.

Die Gründe für die fünfte Heimniederlage sind schnell aufgezählt: Fehlende Durchschlagskraft in der Offensive und individuelle Fehler in der Defensive führten zum achten sieglosen Spiel in Folge.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte dabei Melsungens Innenverteidiger Marc Wenderoth. Beim ersten Petersberger Treffer ließ sich Wenderoth von Kubilay Kücükler düpieren, der dann auch noch Torhüter Sebastian Nödel tunnelte (19.). Beim zweiten Gegentor trat Wenderoth über den Ball, Nödel konnte den frei vor ihm auftauchenden Boris Aschenbrenner nur noch mit einem Foul bremsen und hatte dabei Glück, dass es der Unparteiische bei einer Gelben Karte beließ. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Julian Wehner sicher (36.). Und auch beim dritten Torerfolg der Gäste patzte Wenderoth entscheidend. Wieder war Kücükler zur Stelle und erzielte nach 53 Minuten die Vorentscheidung.

„Die Platzverhältnisse waren schwierig und machen es den Abwehrspielern schwer“, meinte Petersbergs Trainer Rolf Gollin. Noch einmal kam im Melsunger Lager Hoffnung auf: Nach gut einer Stunde traf Mario Kilian flach aus 16 Metern zum 3:1. Es folgte die beste Phase der Gastgeber, doch zwingende Möglichkeiten wurden nicht herausgespielt. Es war deutlich erkennbar, dass bei Melsungen trotz der Negativphase die Moral stimmte, doch es fehlte an dem Killerinstinkt vor dem Tor. Am deutlichsten wurde dies in der ersten Halbzeit, als es Tobias Frommann aus fünf Metern nicht gelang, den Ball über die Linie zu bringen.

Egal, was der MFV versuchte, es blieb Stückwerk. Wurde über die Flügel gespielt, kamen die Flanken zu flach und unplatziert. Wurde mit hohen Bällen ins Zentrum agiert, konnten Petersbergs Innenverteidiger gegen den als einzige Spitze auf verlorenem Posten stehenden Florian Korell problemlos klären. Eine höhere Niederlage verhinderte dann kurz vor Schluss Torhüter Nödel, als er einen Foulelfmeter von Wehner abwehrte und auch beim Nachschuss glänzend reagierte.

„Wir verpassen dreimal den Ball und bekommen drei Gegentore“, sagte ein enttäuschter Trainer Rudolph. • Melsungen: Nödel - Rading (75. Riemenschneider), Wenderoth, Hermansa, Haas - Grunewald, Bajic, Heinemann (46. Hille), Frommann, Kilian - Korell (84. Germeroth). Petersberg: Labendsch - Vogt, Brzoza, M. Aschenbrenner, Kilian - Wehner, Wingenfeld, Stupp (64. Nüchter), von Pazatka-Lipinski - B. Aschenbrenner (89. Reinhard), Kücükler (84. Mötzung). Tore: 0:1, 0:3 Kubilay Kücükler (19., 53.). 0:2 Julian Wehner (36., FE.), 1:3 Mario Kilian (60.). Schiedsrichter: Zuncke (Battenberg) - Zuschauer: 120.

Von Uwe Fritz-Stuhlmann

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