Hauer-Elf reist mit großen Personalproblemen zum Schlusslicht

Ohne Celiksoy, mit Karl

Fatih

schwalmstadt. Es gibt Spiele, die gelten gemeinhin als undankbare Aufgabe. Weil aufgrund der Ausgangsposition wenig Lorbeer für einen Sieg winkt, dafür aber Häme im Falle einer Niederlage. Das Gastspiel des 1. FC Schwalmstadt beim RSV Petersberg (So. 15 Uhr) ist so eins, zählt doch beim nach sechs Spielen noch punktlosen Schlusslicht für den heimischen Fußball-Verbandsligisten nur ein Sieg.

Allerdings: Auch beim Relegationsteilnehmer läuft‘s nicht rund, muss er sich doch mit ähnlich massiven Personalproblemen wie der Aufsteiger herumschlagen. „Das wird alles andere als ein Selbstläufer“, weiß daher FCS-Trainer Hauer, der gleich auf sieben Spieler verzichten muss. Zu Patrick Herpe, Leon Lindenthal, Benedikt Jäckel, Steven Preuß (alle verletzt) gesellen sich noch Sefa Cetinkaya (für vier Spiele gesperrt) und Alexander Dietz, gerade erst aus der 2. Mannschaft aufgerückt, ehe es ihn im Pokalspiel in Metze (Oberschenkelzerrung) erwischte. Fraglich ist der Einsatz von Fabian Seck.

Überhaupt nicht mehr zur Verfügung steht Fatih Celiksoy, vor der Saison erst vom Verbandsligisten Waldgirmes an den Fünftenweg gewechselt, dort aber offensichtlich aufgrund von Disziplinlosigkeiten nicht „warm“ geworden. „Es hat nicht gepasst“, begründet Harald Hauer die Trennung.

Und die Alternativen? Vielleicht Peter Liebermann, der im Pokal sein Comeback feierte - und halbwegs schadlos überstand. Und André Karl, Blitztransfer vom TSV Burg/Nieder-Gemünden. „Er kann uns weiter helfen“, sagt der FCS-Coach über den Stürmer, der in der Kreisliga A Alsfeld in der letzten Saison in 22 Spielen 39 Mal traf. Und auch schon einmal für seinen neuen Club. Zum 1:2 bei seinem Einstand gegen Chattengau/Metze nämlich.

Aufsteiger offensiv

Weiterhin setzt Schwalmstadts Trainer auf junge, talentierte Spieler wie Edgar Klaus, Lukas Schwalm oder Brian Mitchel. In der Hoffnung, dass sie die unverhoffte Bewährungschance nutzen, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen.

Einen Weg, den bisher auch Gastgeber Petersberg gehen musste, der seine Aufstiegsmannschaft fast ausschließlich mit eigenen Talenten verstärkte. Die dann aufgrund von Ausfällen etablierter Kräfte gleich mal ins kalte Wasser springen mussten - ohne sich bisher freischwimmen zu können.

„Viel zu viele individuelle Fehler“, beklagt Trainer Goran Gagic, dem gegen Schwalmstadt Abhilfe winkt. Immerhin sind mit Julian Wener und Boris Aschenbrücker die beiden besten Torschützen der letzten Saison wieder an Bord. Gerade in der Offensive hat‘s bisher gehakt, hat der RSV doch erst ein Feldtor zustande gebracht. Dazu kommen zwei verwandelte Elfmeter.

Derlei Harmlosigkeit will Abteilungsleiter Mathias Lissek mit dem ersten Saisonsieg bekämpfen. „Ganz klar, wir spielen gegen Schwalmstadt auf Sieg“, kündigt er eine offensive Marschroute des Neulings an. Was dem Gast durchaus recht ist. Schließlich winken dem dann mehr Räume zum Kontern.

Die der FCS in Neuhof und Bad Soden vorzüglich zu nutzen wusste. Das zweitschlechteste Heimteam der Liga ist nämlich auswärts noch ungeschlagen. Was dafür sprechen könnte, dass Petersberg weiter auf das heißersehnte Erfolgserlebnis warten muss. (ohm) Fotos(2):  Hahn/nh

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