Verbandsliga: FC Bosporus steht gegen Mitaufsteiger CSC 03 Kassel unter Druck

Personalsorgen vor Derby

Rassige Zweikämpfe: Schon in der vergangenen Gruppenliga-Saison lieferten sich Bosporus und CSC 03 zwei hochklassige Spiele, hier versucht sich Nihat Cemali (Bosporus, links) an Tim Metzner und David Simoneit. Foto: Fischer

Kassel. Dieses Kasseler Derby ist gleichzeitig ein Duell zweier Aufsteiger, für die ihre Sechstliga-Saison bisher ganz unterschiedlich verlaufen ist. Am 15. Spieltag der Fußball-Verbandsliga empfängt der FC Bosporus den CSC 03 Kassel. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr im Nordstadtstadion.

Der Saisonverlauf: Der FCB (16./24:41/14) holte 13 seiner 14 Punkte in zwei Erfolgsphasen mit zwei Siegen in Folge sowie einer Mini-Serie mit sieben von neun möglichen Punkten. Unter Tuncay Aral gab es einen Punkteschnitt von 0,9 Zählern pro Partie (12:23 Tore). Nachfolger Cihan Timocin kommt auf einen Punkteschnitt von 1,0 (12:16 Tore).

Der CSC (6./31:30/25) musste mit dem 1:4 am Sonntag gegen Eschwege die erste Heimniederlage einstecken. Davor hatten die Rothosen zu Hause 37 (!) Monate lang nicht verloren. Vor Eschwege war der BC Sport II (in der Kreisliga A) das letzte Team, das beim CSC gewann. Für die 03er als bester Aufsteiger ist auch die Situation in dieser Runde neu, erstmals zwei Spiele in Folge verloren zu haben.

Die Derby-Statistik: Der CSC führt aktuell die inoffizielle Derby-Wertung an. Die Rothosen gewannen alle drei bisher bestrittenen Nachbarschaftsduelle (10:3 Tore). Im Gegensatz dazu gingen die Nordstädter in ihren drei Derbys bislang komplett leer aus (4:10 Tore). In der vorherigen Gruppenliga-Saison siegte jeweils das Heimteam – der FCB 1:0 im Nordstadtstadion, der CSC 5:2 im Jahnstadion.

Das Personal: Nach zwei Kurzeinsätzen wird David Simoneit beim CSC in der Startelf stehen. Auch Karim Kouay steht wieder zur Verfügung. Fehlen werden weiter die Langzeitverletzten Stefan Sostmann, der wieder im Lauftraining ist, und Gianluca Maresca.

Bei Bosporus fallen acht von 23 Spielern aus: Mergim Hajzeraj, David Döring, Kai Steinert, Usman Mobarak und Haris Rizvanovic sind verletzt. Zudem fehlen Nihat Cemali (Sperre), Murat Aytemür (Urlaub) und Enes Sezer (Aufbautraining). Mirko Tanjic und Ismet Yegül sind Wackelkandidaten.

Die Stimmen: „Höchste Konzentration in der eigenen Spielhälfte“, hat CSC-Trainer Lothar Alexi seinen Spielern in vielen Einzelgesprächen unter der Woche eingeschärft. „Zuletzt haben wir unnötige Fouls in der Gefahrenzone begangen, die auf zu viel Laissez-faire zuvor im Zweikampfverhalten zurückzuführen sind und die zweimal zum Rückstand geführt haben, von dem wir uns jeweils nicht erholt haben.“

„Der CSC hat eine Mega-Qualität. Wir sind personell geschwächt, werden aber eine gute erste Elf aufbieten können“, sagt FCB-Spielertrainer Cihan Timocin. „Wir brauchen jeden Zähler – unsere direkten Konkurrenten um Kampf um den Klassenerhalt haben zuletzt auch gepunktet. Wenn wir bis zur Winterpause noch sechs Punkte aus den noch vier anstehenden Spielen holen, hätten wir 20 Punkte – das wäre ok.“

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