Fußball-Verbandsliga: Last-Minute-Treffer für Baunatal - 3:3 beim FC Bosporus

Punkteteilung im Derby

Kampf um den Ball: Hassan Seyed Nasseri (rechts), Kapitän vom FC-Bosporus, attackiert hier den zweifachen Baunataler Torschützen Niels Willer. Foto: Schachtschneider

Kassel. Im Derby der Fußball-Verbandsliga kassierte der FC Bosporus in der Nachspielzeit noch den Ausgleich und musste sich gegen den GSV Eintracht Baunatal mit einem 3:3 (0:1) zufrieden geben. Für die beiden Aufsteiger aus der unteren Tabellenregion war es ein Punkt, der keinem so richtig weiterhilft.

Bosporus Trainer Cihan Timocin brachte es kurz nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Das war ein nervenaufreibendes Spiel.“ Für den ersten Aufreger im Duell der beiden schwächsten Defensivreihen der Liga sorgte Omar Bayoud. Der FC-Abwehrspieler foulte Baunatals Maximilian Norwig im Strafraum. Tim Kraus übernahm die Verantwortung und scheiterte an Bosporus Schlussmann Antonio Rega, der die Ecke ahnte und den Strafstoß parierte.

Kurz vor dem Seitenwechsel war Rega dann aber chancenlos. Eintracht-Stürmer Niels Willer fackelte nach einem lang geschlagenen Ball nicht lange und drosch das Leder unhaltbar in die Maschen (43.). Keine unverdiente Führung für die Gäste, die in der Defensive bis dato wenig zuließen und vorn einfach zwingender agierten. Nach der Pause wendete sich aber das Blatt. In zwei Minuten drehte Bosporus das Spiel.

Can Yilmaz, der an allen drei Treffern beteiligt war, besorgte nach Vorarbeit von FC-Kapitän Seyed Hassan Nasseri den Ausgleich (49.). Zwei Zeigerumdrehungen später flankte Yilmaz von der rechten Seite auf Mirko Tanjic, der das Knie hinhielt und die Führung erzielte. „Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte unnötig aus der Hand gegeben“, meinte Eintracht-Trainer Manfred Katluhn, dessen Schützlinge aber die passende Antwort auf den schnellen Rückstand hatten. Nach einem langen Einwurf war abermals Niels Willer zur Stelle und erzielte per Fallrückzieher den Ausgleich für die Baunataler (59.). Im Gegenzug fiel dann wieder die Führung für Bosporus: Mit einem Pass in den Rücken der Abwehr bediente Yilmaz in der Mitte Tolga Yantut, der den Ball platziert im Tor der Eintracht versenkte.

Daraufhin vergab der Klub aus der Nordstadt mehrfach die Chance, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Stattdessen gab es kurz vor Schluss erneut Strafstoß für die Gäste - wieder nach einem Foulspiel von Omar Bayoud. Und wieder scheiterte die Eintracht.

Diesmal versagten Blazej Antoni Wierzbicki die Nerven. In der Nachspielzeit war es dann aber der eingewechselte Hani Osman, der mit einem Distanzschuss doch noch den Ausgleich erzielte.

Von Raphael Wieloch

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