Verbandsliga: TSV gewinnt ohne nennenswerte Torchance Derby bei Eintracht Baunatal

4:2 – Rothwesten im Glück

Gegen zwei: Rothwestens Kevin Seeger (Mitte) nimmt es mit Jörn Katluhn (links) und Maximilian Norwig auf. Foto: Fischer

Baunatal. Das soll ihnen erst mal einer nachmachen: Ohne eigene Großchancen hat der TSV Rothwesten das Derby in der Fußball-Verbandsliga bei Eintracht Baunatal 4:2 (0:1) gewonnen. Gerd Siewert, Trainer der Fuldataler, konnte sein Glück gar nicht fassen: „Ein wichtiger Erfolg für meine Mannschaft, die nach dem Rückstand vom überragenden Torhüter Max Annemüller im Spiel gehalten wurde.“

Da kann man ihm nur recht geben. Allein im ersten Durchgang hatten die Gastgeber eine Unmenge an Großchancen liegen gelassen. Nach verhaltenem Beginn übernahmen die Großenritter das Kommando und gingen folgerichtig nach Vorarbeit von Andreas Bürger durch Niels Willer 1:0 in Führung (20.). Vor der Führung hatten bereits Willer, Maximilian Norwig, Tim Kraus und Jörn Katluhn beste Chancen, um den GSV in Führung zu schießen.

Sechs Minuten später riss Maximilian Igel Gegenspieler Willer im Strafraum von den Beinen, mit dem fälligen Foulelfmeter scheiterte Christopher Löbel am überragenden TSV-Torhüter Annemüller, der Stammkeeper Christoph Herbst vorzüglich vertrat. Mehr als einen Schuss von Igor Losic aus spitzem Winkel und einen Weitschuss von Kevin Seeger hatten die Gäste vor der Pause nicht zu bieten.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel fiel fast das 2:0, doch Jörn Katluhns Freistoß knallte nur an den Pfosten. Was folgte, waren tolle drei Minuten auf dem Kunstrasenplatz auf der Langenbergkampfbahn: Einen TSV-Befreiungsschlag will Blazej Wierzbicki zu seinem Torhüter Maurice Kraft zurückköpfen, in die Rückgabe spritzt Kristian Noja und vollendet zum 1:1 (75.). Damit nicht genug: Rothwesten fängt den Eintracht-Anstoß ab, dann geht’s schnell: Flanke Igor Losic auf Abdullah Al Omari – und schon steht es 2:1 (76.) für Rothwesten. Nur eine Minute später schlägt Baunatal zurück: Maximilian Norwig flankt, und Andreas Bürger lässt sich die Möglichkeit nicht nehmen.

Nun drückte die Eintracht und wurde bestraft: Als Torhüter Kraft seine einzige Unsicherheit zeigte, kam der Ball zu Seeger, der nicht lange fackelte und das 3:2 für die Fuldataler erzielte (86.). Baunatal warf alles nach vorn. Ein Befreiungsschlag der Gäste landete bei Al Omari, der von der Mittellinie ins verwaiste Baunataler Tor traf und den glücklichen 4:2-Endstand für die Gäste erzielte.

Am Rande: Mit dem vierten Tor entschieden die Fuldataler auch den direkten Vergleich für sich – das Hinspiel endete 3:1 für Baunatal.

Von Horst Schmidt

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